Herberge

Die Lage von Herberge im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
6,5 km südöstlich von Wolfhagen
Lage und Verkehrslage
Wüst im Gericht und in der Gemarkung von Naumburg nach Altenstädt zu (Naumburger Salbuch 1654). Dort findet man heute noch 2,5 km nordöstlich der Stadt bei einem kleinen Bach die Fluren Zur Herberge, Auf dem Herbergerfeld (mundartlich In der Herberge), Bei den Herbergerwiesen und ähnliches (hier mittig lokalisiert). In der Nähe befindet sich heute ein moderner Aussiedlerhof Vor der Herberge.
Ersterwähnung
(775-786)
Letzterwähnung
1654
Siedlungsentwicklung
Herberge wurde 1403 verbrannt.
Historische Namensformen
- Harabirge, in (775-786) [Kopialbuch Mitte 12. Jh. Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld 1,1, Nr. 38 (2), Breviarium sancti Lulli, S. 18]
- Hereberge (1207) [Varnhagen, Grundlage der waldeckischen Landes- und Regentengeschichte, Urkundenbuch, S. 38]
- Schreibweise nicht überprüfbar (zwischen 1201-1216) [stark modergeschädigte Originalurkunde HStAM Bestand Urk. 84 Nr. 316, hier nach der Datierung von Benninghoven, Orden der Schwertbrüder, Quellen- und Urkundenanhang, S. 415, Nr. 2. Die im Archivregest gegebene Datierung auf 1254 setzt fälschlicherweise als Aussteller Papst Innozenz IV. (gest. 7.12.1254) und als Empfänger Albert Sverbeer (Erzbischof von Riga seit 1254) voraus]
- Herbeke (1219) [Vidimus (1268-1284) Benninghoven, Orden der Schwertbrüder, Quellen- und Urkundenanhang, S. 416, Nr. 3 (hier jedoch auf Harbke über Eilsleben, 6 km v. Helmstedt bezogen)]
- Herbergen, in (1231) [Westfälisches Urkundenbuch 5,1: Papsturkunden Westfalens bis zum Jahre 1304, S. 170-172, Nr. 367]
- Herbaren vor der Numborch (1432)
- Herberge (20. Jahrhundert) [Diverse Flurnamen]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3513031, 5681285
UTM: 32 U 512952 5679452
WGS84: 51.266272° N, 9.185644° O
Statistik
Ortskennziffer
63301806017
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 775/um 800: Besitz des Klosters Hersfeld vor Ort.
- 1231 bestätigt Papst Gregor IX. dem Kloster Werbe den Besitz von sieben Mansen in Herbergen.
Ortsadel
Adliger 1253 bis 1269
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1201-1216: Kapelle belegt
Pfarrzugehörigkeit
Eine Kapelle gehörte unter Papst Innozenz III. (1198-1216) zur Pfarrei der heutigen Wüstung Immenhausen (GR Immenhausen).
Patronat
1219 bestätigt Papst Honorius III. dem Bischof von Riga eine Reihe von Patronatsrechten in Deutschland, darunter das in Herberge.
Kultur
Historische Ereignisse
Der Ort wurde 1403 verbrannt.
Nachweise
Literatur
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Herberge, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2808_herberge> (aufgerufen am 12.06.2026)
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