Gershausen

Die Lage von Gershausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
7,5 km südsüdöstlich von Wolfhagen
Lage und Verkehrslage
1,5 km südöstlich von Altenstädt und 2,5 km südwestlich von Balhorn in der Altenstädter Gemarkung am Spölebach. Dort findet sich auf der Topographischen Karte um 1900 der Eintrag Gershausen und im Flurnamenverzeichnis der 1930er Jahre der amtliche Flurname bei der alten Kirche, mundartlich of` d`r ahlen Kerch, was auf die Ortskirche verweist (hier lokalisiert). Im Naumburger Salbuch 1654 war Gehrhausen und Giershausen Flurbezeichnung in der Naumburger und der Altenstädter Gemarkung.
Ersterwähnung
1209
Letzterwähnung
1441/1654
Vorbemerkung Historische Namensformen
Vgl. auch Gershausen
Historische Namensformen
- Yerdeshusen, in (1209) [Karl E. Demandt, Besitz des Fritzlarer Petersstiftes in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde , 61 (1936), S. 35-120, hier S. 90]
- Gershusen, in (1219-1229) [Benninghoven, Orden der Schwertbrüder, Quellen- und Urkundenanhang, S. 417, Nr. 4; Original HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 9]
- Gerharteshusen (1235) [Huyskens, Quellenstudien, S. 255-257 Nr. 18]
- Gertshusen, in (1310) [Karl E. Demandt, Besitz des Fritzlarer Petersstiftes in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde , 61 (1936), S. 35-120, hier S. 90]
- Gershusen (1457) [HStAM Bestand 340 von Buttlar Nr. 1200]
- Gehrhausen; Giershausen (1654) [HStAM Bestand S Nr. 490]
- Gershausen (um 1900) [Topographische Karte]
Bezeichnung der Siedlung
- curia (1219-1229)
- Dorf (1403) [Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 162]
- wüst (1441) [Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 162]
- Wüstung (1457) [HStAM Bestand 340 von Buttlar Nr. 1200]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3514351, 5680895
UTM: 32 U 514271 5679063
WGS84: 51.262735° N, 9.204541° O
Statistik
Ortskennziffer
63301802001
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- (1219-1229) bekundet Bischoff Hermann v. Leal (= Dorpat), dass, nachdem der Abt von Hasungen mit Zustimmung des Konvents eine Hube in Bründersen als Beihilfe für die anwachsende Kirche dem Bischof von Riga urkundlich übergeben hatte, Bruder Gerhard Provisor des Hofs in Gershausen von Seiten des Bischofs von Riga in seiner Gegenwart jene Hube in Bründersen dem Kloster zurückgegeben habe in Tausch gegen ein Rottland beim Hof Gershausen, das die Frau des Grafen Gozmar mit Genehmigung ihres Sohnes Bertold dem Kloster überlassen hatte, und genehmigt die Rückgabe der Hube Kraft der ihm von seinem Bruder dem Bischof von Riga übertragenen Generalvollmacht.
- Die Hunde hatten hier von Mainz Lehenbesitz, der 1603 auf die von Buttlar überging.
Zehntverhältnisse
1209 und 1310 hat das Petersstift Fritzlar Zehnteinkünfte in Gershausen.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1343: Kirche und Patron
- Die Kirche wurde noch im Salbuch von 1654 genannt. Heute findet man noch den Flurnamen bei der alten Kirche, mundartlich of` d`r ahlen Kerch (hier lokalisiert).
Pfarrzugehörigkeit
1422 und 1507 Pfarrei, jedoch seit 1502 als vakant bezeichnet. 1556 Filiale der Pfarrei Odershausen
Patronat
Das Patronat stand dem Mainzer Johannisstift zu (Mainzische Akten betreffend die Lehen in den hessischen Aemtern 1672).
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Kirchenprovinz Mainz, Archidiakonat St. Peter zu Fritzlar, Archipresbyterat Urff
Nachweise
Literatur
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gershausen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2742_gershausen> (aufgerufen am 11.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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