Gersrod

Die Lage von Gersrod im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
13,5 km südwestlich von Fulda
Ersterwähnung
1265
Siedlungsentwicklung
In der Urkunde eines Hermann von Blankenwald (aus einer Nebenlinie der Herren von Schlitz) aus dem Jahre 1265 werden der Blankenberg (heute Hainberg) mit der darauf gelegenen Burgruine Blankenwald, sowie die unterhalb des Berges liegenden damaligen Wüstungen Staken und Gorisrode (heute Gersrod) erwähnt; auf dem Terrain dieser beiden Wüstungen sollte mit Zustimmung des Abtes Bertho II. von Fulda ein Nonnenkloster errichtet werden (das nachmalige Kloster Blankenau), dessen Name im Urkundentext jedoch nicht genannt wird.
Historische Namensformen
- Gorisrode (1265) [Kopiar 17. Jahrhundert HStAM Bestand K Nr. 423, Bl. 59r+v, Nr. 131 = Schannat, Dioecesis Fuldensis, S. 283-284, Nr. 70]
- Gozesrode (1269) [HStAM Bestand Urk. 77 Nr. 3]
- Kirschroth (1812)
Bezeichnung der Siedlung
- villicula (1265)
- villa (1269)
Burgen und Befestigungen
- In der Urkunde eines Hermann von Blankenwald (aus einer Nebenlinie der Herren von Schlitz) aus dem Jahre 1265 werden der Blankenberg (heute Hainberg) mit der darauf gelegenen Burgruine Blankenwald, sowie die unterhalb des Berges liegenden damaligen Wüstungen Staken und Gorisrode (heute Gersrod) erwähnt; auf dem Terrain dieser beiden Wüstungen sollte mit Zustimmung des Abtes Bertho II. von Fulda ein Nonnenkloster errichtet werden (das nachmalige Kloster Blankenau), dessen Name im Urkundentext jedoch nicht genannt wird.
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3534700, 5599077
UTM: 32 U 534612 5597277
WGS84: 50.526419° N, 9.488305° O
Statistik
Ortskennziffer
63101410004
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 143, davon 61 Acker (= 42.66 %), 32 Wiesen (= 22.38 %), 38 Holzungen (= 26.57 %)
Einwohnerstatistik
- 1812: 7 Feuerstellen mit 53 Seelen
- 1885: 65, davon 0 evangelisch, 65 katholisch (= 100.00 %)
- 1895: 53 Einwohner.
- 1970: 63 Einwohner.
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Fürstabtei Fulda, Propsteiamt Blankenau
- 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Blankenau
- 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
- 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Großenlüder
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Großenlüder
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
Altkreis
Fulda
Gemeindeentwicklung
Am 1.4.1953 zur Gemeinde Schletzenhausen, die ab 31.12.1971 Ortsteil der Gemeinde Hosenfeld ist.
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
1812 Tochterkirche von Blankenau
Bekenntniswechsel
Trotz großer Anhängerschaft innerhalb der Bevölkerung konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 167.
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gersrod, Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/5794_gersrod> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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