Kratendorf

Die Lage von Kratendorf im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
4 km südöstlich von Eschwege gelegen
Lage und Verkehrslage
1 km westsüdwestlich der Ortsmitte von Aue in Richtung auf Niederdünzebach auf halbem Weg zwischen beiden Dörfern gelegen, kurz vor der Gemarkungsgrenze im unteren Teil der Flur "Am Lipping", genannt "Am unteren Lipping" (hier mittig lokalisiert)
Ersterwähnung
1362
Letzterwähnung
1444
Historische Namensformen
- Cratindorf (1362) [HStAM Bestand Urk. 13 Nr. 2894]
- Kratendorff (um 1400) [Salbuch des Klosters St. Cyriaxberg zu Eschwege Eckhardt, Rechtsgeschichte der Stadt Eschwege 2, S. 335-343, Nr. 1]
- Kratendorf (1437) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 115 Nr. 28]
- Grottendorf (1444) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 115 Nr. 34]
- Grottendorf (1840-1861) [Kurfürstenthum Hessen : Niveau Karte auf 112 Blättern, Kassel 1840-1861:35. Eschwege]
Bezeichnung der Siedlung
- Wüstung (1437)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3577807, 5671646
UTM: 32 U 577702 5669817
WGS84: 51.174494° N, 10.111537° O
Statistik
Ortskennziffer
63601302002
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1362 bekundet Johannes Haupt, dass Siegfried Kleiner eine jährliche Rente von zwei Malter Korn aus seiner halben Hufe Land in Kratendorf für zwei Mark an Else Steinmetz verkauft hat.
- Um 1400 hat das Kloster St. Cyriacusberg in Eschwege Pachteinkünfte aus Kratendorf.
- Kurt von Mosdorf bekennt 1437, dass er Reinhard von Eschwege 86 Gulden schuldig ist, und verpfändet dafür die Wüstungen Elfershausen und Kratendorf samt Zubehör, die Fähre in den Dörfern gen Wanfried und seine Güter zu Völkershausen, die ihm gemäß dem von Reinhard Keudell (Koudel), Albrecht Schilling, Herting von Eschwege und Kurt von Flarchheim zwischen ihm und seinem Vetter Otto von Natza vermittelten Vergleich zustehen und vom Kloster St. Cyriaxberg zu Eschwege zu Lehen gehen.
- 1444 verkauft Kurt von Mosdorf dem Herting von Eschwege für 174 Gulden, von denen er 86 an seinen Bruder Reinhard von Eschwege, den Rest bar bezahlt hat, u.a. Kratendorf (Grottendorf) halb.
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 185 (Grottendorf) und 287 (Kratendorf)
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kratendorf, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6233_kratendorf> (aufgerufen am 16.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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