Giesenhain
Dorf · 400 m über NN

Die Lage von Giesenhain im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
10 km nordwestlich von Hünfeld
Ersterwähnung
1494
Historische Namensformen
- Giesenhain (1585) [HStAM Best. Urk. 75 Nr. 1664]
- Griesenheim (1803)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3552284, 5625859
UTM: 32 U 552189 5624048
WGS84: 50.76585° N, 9.740039° O
Statistik
Ortskennziffer
631007060
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 87, davon 53 Acker (= 60.92 %), 10 Wiesen (= 11.49 %), 15 Holzungen (= 17.24 %)
- 1961 (Hektar): 87, davon 10 Wald (= 11.49 %)
Einwohnerstatistik
- 1885: 62, davon 55 evangelisch (= 88.71 %), 7 katholisch (= 11.29 %)
- 1961: 61, davon 46 evangelisch (= 75.41 %), 15 katholisch (= 24.59 %)
- 1970: 52
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1585: Ritterschaftliches Patrimonialgericht der von Buchenau als fuldisches Lehen
- 1789: Herrschaft der fränkischen Ritterschaft von Buchenau (fuldisches Mannlehen)
- 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Cent Eiterfeld
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
Altkreis
Hünfeld
Gemeindeentwicklung
Am 1.1.1970 wurde Giesenhain im Zuge der hessischen Gebietsreform zunächst der Gemeinde Buchenau eingegliedert, am 1.8.1972 dann als Ortsteil der Gemeinde Eiterfeld benannt.
Gericht
- 1822: Justizamt Eiterfeld
- 1867: Amtsgericht Eiterfeld
- 1945: Amtsgericht Hünfeld
Herrschaft
- Dorf der von Buchenau im zur Alten Burg Buchenau gehörenden Gericht Buchenau, das von Fulda zu Lehen ging. Die Herrschaft Buchenau erstreckte sich über Branders, Mengers, Buchenau, Eitra, Erdmannrode, Fischbach, Bodes und Körnbach. 1585 wurde das Verhältnis zum Stift Fulda grundlegend geregelt: Fulda erhielt die Zentgerichtsbarkeit, den Herren von Buchenau stand die unumschränkte Vogtei zu. Die Zenthuldigungen an Fulda wurden 1738 und 1763 verweigert, doch bestand Fulda auf seinen Anteil. 1815 starb das alte hessische Adelsgeschlecht in der männlichen Linie aus und der umfangreiche Besitz fiel an Kurhessen, nach dessen Niederlage 1866 an den preußischen Staat.
- 1787: reichsritterschaftliche Herrschaft Buchenau als fuldisches Mannlehen
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Kleines Dorf, das 1494 im fuldischen Gericht Fürsteneck lag (Pol. Akten Fulda).
- Es gehörte ganz denen von Buchenau.
- Im 17. Jahrhundert wurde es zum Gericht Buchenau gerechnet. 1787: reichsritterschaftliche Herrschaft Buchenau als fuldisches Mannlehen
Kirche und Religion
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation durch die Herren von Buchenau um 1570.
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Giesenhain, Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/5807_giesenhain> (aufgerufen am 31.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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