Giesenhain

Dorf · 400 m über NN  
Gemeinde
Eiterfeld
Landkreis
Fulda
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

10 km nordwestlich von Hünfeld

Ersterwähnung

1494

Historische Namensformen

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3552284, 5625859
UTM: 32 U 552189 5624048
WGS84: 50.76585° N, 9.740039° O

Statistik

Ortskennziffer

631007060

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 87, davon 53 Acker (= 60.92 %), 10 Wiesen (= 11.49 %), 15 Holzungen (= 17.24 %)
  • 1961 (Hektar): 87, davon 10 Wald (= 11.49 %)

Einwohnerstatistik

  • 1885: 62, davon 55 evangelisch (= 88.71 %), 7 katholisch (= 11.29 %)
  • 1961: 61, davon 46 evangelisch (= 75.41 %), 15 katholisch (= 24.59 %)
  • 1970: 52

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1585: Ritterschaftliches Patrimonialgericht der von Buchenau als fuldisches Lehen
  • 1789: Herrschaft der fränkischen Ritterschaft von Buchenau (fuldisches Mannlehen)
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Cent Eiterfeld
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda

Altkreis

Hünfeld

Gemeindeentwicklung

Am 1.1.1970 wurde Giesenhain im Zuge der hessischen Gebietsreform zunächst der Gemeinde Buchenau eingegliedert, am 1.8.1972 dann als Ortsteil der Gemeinde Eiterfeld benannt.

Gericht

  • 1822: Justizamt Eiterfeld
  • 1867: Amtsgericht Eiterfeld
  • 1945: Amtsgericht Hünfeld

Herrschaft

  • Dorf der von Buchenau im zur Alten Burg Buchenau gehörenden Gericht Buchenau, das von Fulda zu Lehen ging. Die Herrschaft Buchenau erstreckte sich über Branders, Mengers, Buchenau, Eitra, Erdmannrode, Fischbach, Bodes und Körnbach. 1585 wurde das Verhältnis zum Stift Fulda grundlegend geregelt: Fulda erhielt die Zentgerichtsbarkeit, den Herren von Buchenau stand die unumschränkte Vogtei zu. Die Zenthuldigungen an Fulda wurden 1738 und 1763 verweigert, doch bestand Fulda auf seinen Anteil. 1815 starb das alte hessische Adelsgeschlecht in der männlichen Linie aus und der umfangreiche Besitz fiel an Kurhessen, nach dessen Niederlage 1866 an den preußischen Staat.
  • 1787: reichsritterschaftliche Herrschaft Buchenau als fuldisches Mannlehen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Kleines Dorf, das 1494 im fuldischen Gericht Fürsteneck lag (Pol. Akten Fulda).
  • Es gehörte ganz denen von Buchenau.
  • Im 17. Jahrhundert wurde es zum Gericht Buchenau gerechnet. 1787: reichsritterschaftliche Herrschaft Buchenau als fuldisches Mannlehen

Kirche und Religion

Bekenntniswechsel

Einführung der Reformation durch die Herren von Buchenau um 1570.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Nachweise

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Giesenhain, Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/5807_giesenhain> (aufgerufen am 31.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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