Farsrode

Die Lage von Farsrode im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
8 km westsüdwestlich von Eschwege gelegen
Lage und Verkehrslage
Gemäß Reimer wüst bei Bernsdorf in der Vogtei Germerode, allerdings tatsächlich wohl in der Altgemarkung von Wipperode gelegen; zumindest befindet sich dort rund 0,5 km ostnordöstlich der alten Ortsmitte von Wipperode an einem Seitenbach des Vierbachs die Flur "Im Forstrode" (hier mittig lokalisiert).
Ersterwähnung
1332
Letzterwähnung
1514
Siedlungsentwicklung
Es ist zweifelhaft, ob eine Siedlung mit diesem Namen existiert hat. In den Jahren 1332 und 1333 dient Farsrod als Bezeichnung für Waldgebiet. 1485 wohnen die Zinspflichtigen in Wipperode (Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 502-503, Nr. 1289). 1514 wird es noch angeführt.
Vorbemerkung Historische Namensformen
Der Quelle von 1141 zufolge existieren mit Vulgelereroth, item Vulgelereroth offensichtlich zwei nahe beieinander liegende Orte gleichen Namens. Vgl. auch Foylraide
Historische Namensformen
- Vulgelereroth (1141) [verunechtet, Kop. 16. Jh., UB Mainz 2,1, S. 45-53, Nr. 28]
- Vulgelereroth (1141) [Fälschung 13. Jh., Kop. 17. Jh., Origines Guelficae, hrsg. von C.L. Scheidt, Bd. 4, Hannover 1753, S. 526, Digitalisat]
- Varesrot (1332) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 385-386, Nr. 983]
- Waresrod (1332) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 386, Nr. 984]
- Forsroide (1480) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 498, Nr. 1279]
- Foilroide (1483) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 500, Nr. 1283]
- Farsrode (1484) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 502, Nr. 1286]
- Forsrodt (1514) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 539, Nr. 1369]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1141)
- nemor (1332)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3566648, 5670756
UTM: 32 U 566548 5668927
WGS84: 51.167903° N, 9.95183° O
Statistik
Ortskennziffer
63601405005
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1141: Gau Neter (in pago Netere)
- Vogtei Germerode
- 15. Jahrhundert: Landgrafschaft Hessen, Amt/Gericht Bilstein
Altkreis
Eschwege
Herrschaft
- 1332 bestätigt der Landgraf von Hessen die Veräußerung eines Waldes genannt Farsrod an das Kloster Germerode.
- Um 1500 ist die Herrschaft in den Händen der Landgrafen von Hessen.
Besitz
Zehntverhältnisse
1141 schenkt der Mainzer Erzbischof Markolf dem von dem Grafen Siegfried IV. von Boyneburg und seinen Vorfahren gegründeten Benediktinerkloster Blasien zu Northeim u.a. den Zehnten zu Vulgelereroth .
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Farsrode, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/5641_farsrode> (aufgerufen am 07.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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