Emmicherode

Die Lage von Emmicherode im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
15,5 ostsüdöstlich von Witzenhausen
Lage und Verkehrslage
4,5 km südöstlich von Bad Sooden-Allendorf am Oberlauf des Hainbaches gelegen; Flurname: "Ammicherode". Lage der zugehörigen Kirche auf leicht kuppigem Geländeausläufer über dem Talgrund
Ersterwähnung
(1157-1165)
Weitere Namen
Oberste Kirche
Siedlungsentwicklung
Wahrscheinlich während der Mainzer Fehde um 1460 verlassen
Vorbemerkung Historische Namensformen
Die in der älteren Literatur fälschlicherweise auf Emmicherode bezogenen Quellenbelege Ammeckerodt (952), Ammecherodt und Ammekerot (953) sind auf die Wüstung Amekerode im Landkreis Osterode, ca. 1 km nordöstlich Hilkerode zu beziehen (s. Ortsnamen Landkreis Osterode, S. 5-6)
Historische Namensformen
- Emmechenrode, in (1157-1165) [Kopiar Codex Eberhardi 2, Bl. 160v, S. 306; nur hier überlieferter Zusatz zu einer Urkunde von 978 RI II,2 n. D934]
- Emchinrode, dimidietas ville (um 1376) [Vogtherr, Ältestes Lehnbuch der Landgrafschaft Hessen, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 37 (1987), S. 25-71, hier S. 37(14)]
- Emicherade, zum (1439) [HStAM Best. Urk. 14 Nr. 4055]
- Emcherade, zcu dem (1471)
- Emygerade (1490)
- Emicherode, zum (1516)
- Emichenngrunde, tzw (1540)
- Emschenrodtt, ihm (1540)
- Ammicherode (1592) [Mercators Karte HStAM Bestand Karten Nr. R II 28]
- Emichenrodte, zum (1629)
- Ammicherode (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 10]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (um 1376)
- Wüstung (1592)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3572442, 5680770
UTM: 32 U 572339 5678937
WGS84: 51.257196° N, 10.036676° O
Statistik
Ortskennziffer
63600102004
Verfassung
Altkreis
Witzenhausen
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- (1157-1165): Stift Fulda hat Zinseinkünfte zu Emmenchenrode, die ihm dem Zusatz zur Urkunde zufolge schon 978 von Kaiser Otto II. bestätigt worden sein sollen.
- Kurz nach 1376: Reinhard von Netra hat die 1/2 villa Emmicherode als landgräfliches Burglehen.
- 1439: Die Diede zum Fürstenstein durch Landgraf Ludwig mitgefallen zu Emmicherode belehnt.
- 1490: Die von Eschwege teilen ihre Gerechtigkeit zu Emmicherode.
Ortsadel
1275
1489/95: Nach der Wüstung nennen sich vielleicht 2 Witzenhausener Bürger 1489/95 Em(c)zerode
Kirche und Religion
Ortskirchen
- Sogenannte Oberste Kirche 1991/92 restauriert und dabei der Grundriss wiederaufgemauert
Nachweise
Literatur
- K. Sippel, Die Oberste Kirche und das Kregershäuschen
- K. Kollmann, "Grafen Wigger" und die Grafen von Bilstein, S. 116-117
- Historisches Ortslexikon Witzenhausen, S. 34
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 121
- Landau, Historisch-topographische Beschreibung der wüsten Ortschaften im Kurfürstenthum Hessen, S. 296
Weblinks
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Emmicherode, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/5601_emmicherode> (aufgerufen am 30.05.2026)
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