Ober-Gleen

Dorf · 274 m über NN  
Gemeinde
Kirtorf
Landkreis
Vogelsbergkreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

9,5 km westlich von Alsfeld

Lage und Verkehrslage

an der Gleen

Ersterwähnung

780-802

Vorbemerkung Historische Namensformen

Eine eindeutige Identifizierung und Zuweisung der frühen Namensbelege ohne Bestimmungsteil ist nicht möglich, in der Literatur sind unterschiedliche Ansätze zu finden (so auch Codex Eberhardi 3 (Index), S. 153). Vgl. daher Kirtorf (Vogelsbergkreis) und Nieder-Klein (Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3509527, 5624690
UTM: 32 U 509449 5622880
WGS84: 50.757615° N, 9.133961° O

Statistik

Ortskennziffer

535010060

Flächennutzungsstatistik

  • 1854 (Morgen): 1347, davon 932 Acker, 271 Wiesen, - Wald
  • 1961 (Hektar): 1316, davon 463 Wald (= 35.18 %)

Einwohnerstatistik

  • 1961: 633, davon 554 evangelisch (= 87.52 %), 77 katholisch (= 12.16 %)
  • 1970: 642

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberamt Alsfeld, Amt Kirtorf, Eußergericht (halb dem Landgrafen, halb dem Freiherrn Schenk zu Schweinsberg)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Oberamt Alsfeld, Amt Kirtorf, Eußergericht
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Romrod
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Kirtorf
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Alsfeld
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis

Altkreis

Alsfeld

Gemeindeentwicklung

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Stadtgemeinde Kirtorf eingegliedert.

Gericht

  • 1821: Landgericht Homberg
  • 1879: Amtsgericht Homberg
  • 1968: Amtsgericht Alsfeld

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Kloster Fulda.
  • 1275 verkauft Ritter Wiegand von Schrecksbach dem Deutschen Orden in Marburg einen Hof zu Kirtorf Leibeigene zu Obergleen. 1283 und 1299 kommen weitere Güter bzw. Einkünfte durch Schenkung bzw. Tausch mit dem Kloster Immichenhain (Gemeinde Ottrau, Schwalm-Eder-Kreis) hinzu.
  • 1401 erhalten die Augustiner in Alsfeld Pachteinnahmen in Ober-Gleen. 1524 und 527 werden noch Einkünfte aus einem Gut aufgeführt.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1577 Pfarrei

Patronat

1577 waren die von Radenhausen zu Kirchhain Patrone

Bekenntniswechsel

Ab 1526 Einführung der Reformation.
Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Hertzwig 1536(?)-1547(?)

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Erzdiözese Mainz, Archidiakonat St. Stephan Mainz, Dekanat Amöneburg, Sendbezirk Kirtorf

Juden

1830: 47, um 1900: 44, 1905: 39 Juden
1874 Errichtung der Synagoge

Kultur

Schulen

1910 Volksschule mit zwei Klassen, zwei Schulhäuser von 1829 und 1889

Nachweise

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Ober-Gleen, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/9799_ober-gleen> (aufgerufen am 20.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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