Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
10,5 km südwestlich von Eschwege
Lage und Verkehrslage
Wüstung zwischen Waldkappel und Bischhausen südlich der Wehre im Bereich der Flur "Im Büchental"
Ersterwähnung
1141
Letzterwähnung
1451
Siedlungsentwicklung
Nach G. Landau kam Begethal schon 1093 vor, als dort das Kloster Bursfeld eine Schenkung des Grafen von Northeim erhielt. 1376 wird noch 1 Bewohner genannt, 1451 7 Hofstätten (Germeroder Zinsregister)
Vorbemerkung Historische Namensformen
Die Identität des vor 1125 als Besitz des Kloster Helmarshausen in Thüringen belegten Begetal ist nicht gesichert.
Historische Namensformen
- Begetal (vor 1125) [Dobenecker, Regesta 1, S. 253, Nr. 1202]
- Begendale, in; Begendahl (1141) [verunechtet 13. Jh., Kop. 16. Jh., UB Mainz 2,1, S. 45-53, Nr. 28]
- Begedala (1152) [Fälschung J. Dolle, Papsturkunden in Niedersachsen und Bremen bis 1198, S. 197-202, Nr. 87; Mainzer Urkundenbuch 2, 1, Nr. 172, S. 320]
- Begetal (1346) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 401-402, Nr. 1024; HStAM Bestand Urk. 24 Nr. 140]
- Beygental (1369) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 448, Nr. 1156]
- Beygetayl, zu (1376) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 461, Nr. 1192]
- Begental (1441) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 485-486, Nr. 1253]
- Begetal (1448) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 537-538, Nr. 1368, Anm. 1, mit falscher Datierung auf 1408; zur korrigierten Datierung s. K. A. Eckhardt, Eschwege als Brennpunkt thüringisch-hessischer Geschichte, S. 128; StA Wü, MIB 25 fol. 279 [01], in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe]
- Begetal prope Rudolfeshusen (1451) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 492, Nr. 1266]
Bezeichnung der Siedlung
- wüst (1446)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3563588, 5668147
Statistik
Ortskennziffer
63601201001
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1141: Honer Mark (in pago, qui dicitur Hunether marca, circa fluvium Werraha)
Altkreis
Eschwege
Gericht
Herrschaft
Hessen, Landgrafen Begethal gehört zu den Lehen, die von Lutze v. Muterode an Hessen heimfielen und 1425 den Diede neu verliehen wurden (Rev. 1425 - 1787).
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1141 bestätigt der Mainzer Erzbischof Markolf dem von dem Grafen Siegfried IV. von Boyneburg und seinen Vorfahren gegründeten Benediktinerkloster St. Blasien zu Northeim u.a. seinen Besitz zu Begetal. Der Besitz des Klosters Northeim gelangt um 1200 an das Kloster Bursfelde, welches ihn noch 1446 innehat und mit Zustimmung des Mainzer Erzbischofs an die Boyneburger veräußert.
- 1346 hat Kloster Germerode Einkünfte in Begetal von den Herren von Hohenstein. Besitz des Klosters ist auch in den Zinsregistern 1451 und 1480 nachgewiesen.
Zehntverhältnisse
1141 fügt der Mainzer Erzbischof Markolf der Schenkung an Kloster St. Blasien zu Northeim den Zehnten in Begethal hinzu
Nachweise
Literatur
- 1200 Jahre Bischhausen, S. 16-19
- Schilling, Kloster Germerode, S. 51-53
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 31
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 313
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Begethal, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/5342_begethal> (aufgerufen am 05.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/5342