Löhnberg

Die Lage von Löhnberg im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
3 km nördlich von Weilburg
Lage und Verkehrslage
An der B 49 gelegen. Bahnhof der Eisenbahnlinie Wetzlar – Nassau ("Lahntalbahn III") seit 1862 (Inbetriebnahme der Strecke 10.1.1863).
Ersterwähnung
1324
Siedlungsentwicklung
1324 lässt Johann von Nassau-Dillenburg gen. der mit der Haube die Laneburg auf dem Sporn des Schletsberges oberhalb der Wüstung Heimau errichten.
Historische Namensformen
- Laneburg (1324) [HHStAW Bestand 150 Nr. U 5]
- Löneborch (1616) (Kupferstichkarte von Nassau)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Burgen und Befestigungen
- 1324 lässt Johann von Nassau-Dillenburg gen. der mit der Haube die Laneburg auf dem Sporn des Schletsberges oberhalb der Wüstung Heimau errichten.
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3448334, 5597459
UTM: 32 U 448280 5595660
WGS84: 50.510618° N, 8.270571° O
Statistik
Ortskennziffer
533010010
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 1047, davon 450 Acker (= 42.98 %), 151 Wiesen (= 14.42 %), 352 Holzungen (= 33.62 %)
- 1961 (Hektar): 1047, davon 379 Wald (= 36.20 %)
Einwohnerstatistik
- 1885: 939, davon 900 evangelisch (= 95.85 %), 30 katholisch (= 3.19 %), 9 Juden (= 0.96 %)
- 1961: 2574, davon 1900 evangelisch (= 73.82 %), 621 katholisch (= 24.13 %)
- 1970: 4331 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Fürstentum Nassau-Weilburg, Amt Löhnberg
- 1806: Herzogtum Nassau, Amt Löhnberg
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
- 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk III (Kreisamt Hadamar)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
- 1945: Groß-Hessen, Oberlahnkreis
- 1946: Bundesland Hessen, Oberlahnkreis
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg
Altkreis
Oberlahnkreis
Gemeindeentwicklung
Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform neu gebildeten Gemeinde s. Löhnberg, Gemeinde. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Löhnberg.
Gericht
- 1816: Amt Weilburg
- 1849: Justizamt Weilburg
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Weilburg
- 1867: Amtsgericht Weilburg
Herrschaft
- Nach 1100-1255: Grafschaft Nassau
- 1255-1328: Nassau-Dillenburg
- 1328-Ende 16. Jahrhundert: Nassau-Siegen
- Ende 16. Jahrhundert-1773: Nassau-Beilstein/Dillenburg
- 1773-1806: Nassau-Weilburg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1344 wurden Burg und Stadt Löhnberg zu 1/4 an Nassau-Weilburg und andere Pfandnehmer durch Heinrich von Nassau-Siegen verpfändet.
- 1773 erhält Nassau-Weilburg im Tausch gegen 3 Dörfer im Westerwald das Schloss von Nassau-Dillenburg.
- 1816 werden Teile des Schlosses durch das Herzogtum Nassau an die Gemeinde Löhnberg und verschiedene Privatpersonen verkauft.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1342: Kirche
- 1355: Pfarrer
- 1738: Schlosskirche (als Pfarrkirche genutzt)
Patrozinien
- Hedwig
Pfarrzugehörigkeit
Löhnberg war Sendort. Zur Pfarrei zählte 1452 die Schloßkapelle.
Patronat
1342 gehörte das Patronat dem Weilburger Stiftskapitel und der Gemeinde Löhnberg zusammen.
1570 wurde das Patronatsrecht von Nassau-Weilburg und Nassau-Dillenburg gemeinsam wahrgenommen.
Diakonische Einrichtungen
Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1 Kraft
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation in Nassau-Weilburg ab 1536.
Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Johannes Dern 1547
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Sendbezirk im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Wirtschaft
Mittelpunktfunktion
Vom 17. Jahrhundert bis 1816 war Löhnberg Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes.
Nachweise
Literatur
- An Lahn und Kallenbach
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 815f.
- Knappe, Burgen in Hessen, S. 430
- May, Territorialgeschichte des Oberlahnkreises, S. 263
- Denkmaltopographie Limburg-Weilburg 1, S. 419-437
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 199
- Losse, Burgen und Schlösser an der Lahn, S. 137
- Ansichten Herzogtum Nassau, S. 669
- Weidenbach, Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866, in: Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung 10 (1870), online
Weblinks
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Löhnberg, Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/8287_loehnberg> (aufgerufen am 15.03.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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