Wetter
Wüstung · 160 m über NN
Gemarkung
Muschenheim Gemeinde
Lich Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff. Verortung
Externe Kartenangebote
Die Lage von Wetter im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
5 km südwestlich von Lich
Lage und Verkehrslage
Wüstung auf einem nach Westen zur Wetter auslaufenden Unterhang südöstlich Muschenheim. Flurname Ober den Zehntfreiwiesen
Ersterwähnung
772
Letzterwähnung
1356
Historische Namensformen
- Wetera iuxta fluuium Wetteraha, in uilla (772) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 2915=3743d]
- Wettera (Wetera) super fluuio Wettera, in villa (774) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 2914=3746f]
- Wederere marca, in (785) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3752c]
- Wedre (1336) [Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3, Nr. 672]
- Wedir (1356) [Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3, Nr. 838]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (774)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3485930, 5593400
UTM: 32 U 485861 5591603
WGS84: 50.476241° N, 8.800738° O
Statistik
Ortskennziffer
53101107004
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 772: Wetterau
Altkreis
Gießen
Herrschaft
- Bei der Falkensteiner Teilung des Jahres 1271 gelangt das zum Gericht Muschenheim gehörige Wetter an Werner von Falkenstein aus der Licher Linie. 1349 kauft das Marienstift zu Lich von Philipp d.Ä. von Falkenstein-Münzenberg eine jährl. Gülte von 50 Pfd. Heller aus der Bede des Gerichts zu Muschenheim, Bettenhausen, Birklar und Wetter (Wiederkauf für 500 Heller) (Solmser Urkunden 1 Nr. 283). 1420 gelangt die Wüstung Wetter als Teil des falkenstein. Erbes an die Grafen von Solms und gelangt im Zuge der Solmser Teilung des Jahres 1423 als Zubehör des Gerichts Muschenheim an Graf Bernhard von Solms
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Zwischen 772 und 804 erhält Kloster Lorsch 5 Privatschenkungen in Wetter (vgl. Ziff. 2b und Codex Laureshamensis III Nr. 2913=3764e, 3029=3754d).
- 1198 bekundet der Abt von Fulda, daß Kloster Arnsburg im Dorf Güll 3 der domus (Burgsitz) Kunos d. Ä. benachbarte Hufen mit Zustimmung Kunos und anderer, die mit diesen Gütern belehnt waren, einschließlich der (auf den Hufen befindlichen) Gebäude von Güller Bauern erworben hat, die auf andere Güter in Obbornhofen, Wetter und Birklar umgesetzt wurden.
- 1263 bestätigt Philipp d. Ä. von Falkenstein Kloster Arnsburg den Besitz zu Wetter und nimmt vom Eigenbesitz 4 1/2 Hufen aus, vo denen an ihn und seine Erben Leistungen zu erbringen sind, wie sie schon sein Schwager Ulrich II. von Münzenberg und dessen Vorgänger erhalten haben. 1343 verkauft Ritter Richard von Treis Arnsburg 1 Hufe Ackerl. in Muschenheim und Wetter (Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3 Nr. 2, 98, 709)
Nachweise
Literatur
- Wagner, Wüstungen Hessen Oberhessen, S. 167f.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wetter, Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/10523_wetter> (aufgerufen am 15.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/10523