Wahlshausen

Dorf · 303 m über NN  
Gemeinde
Oberaula
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

10 km östlich von Neukirchen.

Lage und Verkehrslage

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung beiderseits der Aula. Von Norden und Süden einmündend zwei Seitentälchen. Moderne Bebauung vornehmlich entlang der durch den Ort führenden Bundesstraße 454.
Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 454.

Ersterwähnung

1309

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa 1343/64 (Herbst, Hersfelder Zinsverzeichnis, S. 15).

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Umlegung der Flur

1914/1919

Älteste Gemarkungskarte

1774

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3534565, 5635443
UTM: 32 U 534477 5633628
WGS84: 50.853324° N, 9.489797° O

Statistik

Ortskennziffer

634019060

Flächennutzungsstatistik

  • 1838 (Kasseler Acker): 866 stellbares Land, 223 Wiesen, 14 Gärten, 159 Triesche.
  • 1885 (Hektar): 302, davon 203 Acker (= 67.22 %), 53 Wiesen (= 17.55 %), 12 Holzungen (= 3.97 %)
  • 1961 (Hektar): 552, davon 251 Wald (= 45.47 %)

Einwohnerstatistik

  • 1467: 15 Männer. 1585: 45 Hausgesesse.
  • 1639: von ehemals 40 hausgesessenen Männern nach Brandschatzung des Jahres 1636 noch 12 Männer ortsanwesend; 5 Witwen.
  • 1681: 32 Hausgesesse, 3 Ausschuss, 1 Junggeselle.
  • 1778: 24 Ackerleute, so Leineweber sind (aber nur für Eigenbedarf arbeiten), 2 Schmiede, 2 Wagner, 1 Maurer, 3 Schneider, 1 Fenstermacher, 1 Schuhflicker, 4 Schäfer, 9 Tagelöhner und Spinnerinnen, 1 Müller, 1 Pottaschensieder.
  • 1778: 60 Häuser, 292 Einwohner.
  • 1834: 367, 1885: 358 Einwohner.
  • 1861: 388 evangelisch-reformierte, 3 evangelisch-lutherische Einwohner, 1 römisch-katholischer Einwohner.
  • 1885: 358, davon 358 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1925: 370, 1939: 349, 1950: 533, 1961: 356 Einwohner.
  • 1961: 356, davon 326 evangelisch (= 91.57 %), 17 katholisch (= 4.78 %)

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1366 und später: Gericht (Amt) Oberaula (fuldischer Anteil)
  • 1807-1813: Königreich Westfalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Oberaula
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Grafschaft Ziegenhain, Amt Oberaula
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Ziegenhain
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Ziegenhain
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Ziegenhain
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Ziegenhain
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Ziegenhain
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis

Ziegenhain

Gemeindeentwicklung

1928: Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Oberaula. Am 1.1.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zur erweiterten Gemeinde Oberaula, deren Ortsteil Wahlshausen seitdem ist.

Gericht

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit

1465 und später: nach Oberaula eingepfarrt.

Bekenntniswechsel

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Kultur

Schulen

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Wirtschaft

Köhler 1467 genannt (Grimm III, S. 338).

Mühlen

1778: 1 Müller (vgl. Einwohnerstatistik).

Markt

1419 besitzen die Grafen von Ziegenhain das Marktrecht zu Oberaula und Wahlshausen (Grimm III, S. 333).

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wahlshausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4782_wahlshausen> (aufgerufen am 07.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/4782