Schönborn

Dorf · 265 m über NN  
Gemeinde
Frielendorf
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

4,5 km nordöstlich von Ziegenhain

Lage und Verkehrslage

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss auf einem breiten, von Südosten nach Nordwesten abfallenden Hang. Die sichelförmig ausgeprägte Siedlungsachse entspricht dem Verlauf der örtlichen Hauptstraße.
Straße von Obergrenzebach - Leimsfeld führt am östlichen Ortsrand vorbei.
Auf sie trifft Straße von Niedergrenzebach.

Ersterwähnung

1260

Historische Namensformen

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

  • Ruchmühle,
  • Wüstung Bubenhausen.

Umlegung der Flur

1910/1911

Älteste Gemarkungskarte

ca. 1711

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3520406, 5644017
UTM: 32 U 520324 5642199
WGS84: 50.931067° N, 9.289208° O

Statistik

Ortskennziffer

634004110

Flächennutzungsstatistik

  • 1838 (Kasseler Acker): 317 stellbares Land, 148 Wiesen, 20 Gärten, 10 Triesche.
  • 1885 (Hektar): 153, davon 89 Acker (= 58.17 %), 40 Wiesen (= 26.14 %), 16 Holzungen (= 10.46 %)
  • 1961 (Hektar): 152, davon 11 Wald (= 7.24 %)

Einwohnerstatistik

  • 1502: 6 Männer. 1585: 10 Hausgesesse.
  • 1639: 6 Männer, 1 Witwe. 1681: 5 Hausgesesse.
  • 1747: 1 Schneider, 1 Müller, 6 Ackerleute.
  • 1747: 12 Wohnhäuser einschließlich 1 Mühle, 75 Einwohner.
  • 1834: 115, 1885: 116 Einwohner.
  • 1838 (Familien): 10 Ackerbau, 1 Gewerbe, 7 Tagelöhner.
  • 1861: 132 evangelisch-reformierte Einwohner.
  • 1885: 116, davon 116 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1925: 151, 1939: 139, 1950: 210, 1961: 149 Einwohner.
  • 1961 (Erwerbspersonen): 50 Land- und Forstwirtschaft, 23 produzierendes Gewerbe, 8 Handel und Verkehr, 4 Dienstleistungen und Sonstiges.
  • 1961: 149, davon 137 evangelisch (= 91.95 %), 12 katholisch (= 8.05 %)

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • ab 1436: Amt Ziegenhain
  • 1807-1813: Königreich Westfalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Ziegenhain
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Grafschaft Ziegenhain, Amt Ziegenhain
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Ziegenhain
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fritzlar
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Ziegenhain
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Ziegenhain
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Ziegenhain
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Ziegenhain
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis

Ziegenhain

Gemeindeentwicklung

Am 31.12.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss der Gemeinden Leimsfeld, Obergrenzebach und Schönborn zur neu gebildeten Gemeinde Grenzebach. Diese ging am 1.1.1974 in der Gemeinde Frielendorf auf, wodurch Leimsfeld zu dessen Ortsteil wurde.

Gericht

Herrschaft

  • Das Dorf war Allod der Herren von Löwenstein.
  • Durch Erbteilung gelangte es nach dem Tode Werners von Bischofshausen (1262) an die Romroder Linie des Geschlechts.
  • 1405 versetzt Werner von Löwenstein seinem Schwager Henne von Rückershausen (dem Alten) und dessen Erben sein Dorf Schönborn mit allem Zubehör für 100 rheinische Gulden.
  • 1436 verkaufen Heinrich von Löwenstein und seine Angehörigen ihr Dorf Schönborn an Graf Johann von Ziegenhain.
  • Seitdem Zubehör des Amtes Ziegenhain (vgl. Verwaltungsbezirk).

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1424 übereignet Abt Johann Rotzmaul von Spieskappel dem Siechenhaus ein Vorwerk zu Schönborn.
  • 1522 besitzt Kloster Spieskappel noch zwei kleine Güter in Schönborn.

Zehntverhältnisse

1365 erwirbt Kloster Spieskappel von den Grafen von Ziegenhain als Pfandschaft den großen und kleinen Zehnten in Schönborn. Noch 1522 im Besitz des Klosters.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit

1527 und später: nach Niedergrenzebach eingepfarrt.

Bekenntniswechsel

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Sendbezirk Treysa.

Kultur

Schulen

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Wirtschaft

Mühlen

1747: 1 Mühle mit 1 Müller (vgl. Einwohnerstatistik).

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schönborn, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4740_schoenborn> (aufgerufen am 07.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/4740