Ibra

Die Lage von Ibra im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
11 km südöstlich von Neukirchen
Lage und Verkehrslage
Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss in einem kleinen Talkessel am Oberlauf der Ibra.
Straße Hausen (Oberaula) - Reimboldshausen (Altkreis Hersfeld [= Bad Hersfeld]) mit Abzweig nach Machtlos.
Ersterwähnung
1325
Historische Namensformen
- Ibera; Ibra (1325) [Grotefend-Rosenfeld, Landgrafenregesten 1, Nr. 737 = HStAM Bestand Urk. 75 Nr. 257]
- Ibera
- Ebra
- Iborn
Bezeichnung der Siedlung
- Dorf 1325
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Umlegung der Flur
1934/1938
Älteste Gemarkungskarte
1774
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3534833, 5632374
UTM: 32 U 534745 5630561
WGS84: 50.825721° N, 9.493311° O
Statistik
Ortskennziffer
634019030
Flächennutzungsstatistik
- 1838 (Kasseler Acker): 938 stellbares Land, 330 Wiesen, 22 Gärten, 89 Triesche
- 1885 (Hektar): 339, davon 218 Acker (= 64.31 %), 71 Wiesen (= 20.94 %), 9 Holzungen (= 2.65 %)
- 1961 (Hektar): 681, davon 350 Wald (= 51.40 %)
Einwohnerstatistik
- 1585: 29 Hausgesesse
- 1639: 12 hausgesessene Männer, 1 Witwe, 16 Unmündige
- 1681: 21 Hausgesesse
- 1777: 33 Wohnhäuser mit 200 Einwohnern
- 1777: 4 Pottaschensieder, 1 Wagner (zugleich Ackermann), 1 Schneider, so auch Schulmeister und nebenher Ackermann, 1 Schmied, 1 Zimmermann, 1 Maurer, 1 Büttner, 3 Müller (zugleich Ackerleute), 3 Leineweber, davon 2 Ackerleute, 1 Schäfer, 7 Tagelöhner
- 1838 (Familien): 30 Ackerbau, 18 Gewerbe, 2 Tagelöhner
- 1861: 239 evangelisch-reformierte Einwohner
- 1885: 221, davon 221 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
- 1961 (Erwerbspersonen): 99 Land- und Forstwirtschaft, 22 produzierendes Gewerbe, 3 Handel und Verkehr, 8 Dienstleistungen und Sonstiges
- 1961: 211, davon 202 evangelisch (= 95.73 %), 9 katholisch (= 4.27 %)
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1366 und später: Gericht (Amt) Oberaula (fuldischer Anteil)
- 1807-1813: Königreich Westfalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Oberaula
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Grafschaft Ziegenhain, Amt Oberaula
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Ziegenhain
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Ziegenhain
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Ziegenhain
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Ziegenhain
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Ziegenhain
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis
Altkreis
Ziegenhain
Gemeindeentwicklung
Am 1.1.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zur erweiterten Gemeinde Oberaula, deren Ortsteil Ibra seitdem ist.
Gericht
- 1822: Justizamt Oberaula
- Seit 1867 Amtsgericht Oberaula
- Seit 1945: Amtsgericht Neukirchen
- 1879: Amtsgericht Oberaula
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
1465 und später: Filiale von Hausen, das 1535 vom Pfarrei in Oberaula versehen wurde Seit 1690 Filiale vom Vikariat Hausen
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.
Kultur
Schulen
1910 einklassige Volksschule
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Wirtschaft
Mühlen
Ehemalige Dorfmühle, Weißenbörner Weg 3, war bis ca. 1900 in Betrieb; ehemalige Wirtschaftsgebäude durch modernes Wohnhaus ersetzt. 1777 verfügte die Mühle über 1 Mahlgang.
Markt
1771 verfügt Ibra über das Recht, 2 Jahrmärkte am Bartholomäus- und Nikolaustag abzuhalten.
Nachweise
Literatur
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ibra, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4634_ibra> (aufgerufen am 10.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/4634