Herboldshausen

Wüstung · 192 m über NN  
Gemarkung
Borken (Hessen)
Gemeinde
Borken (Hessen)
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

8,5 km nordwestlich von Homberg (Efze).

Lage und Verkehrslage

Im Westen der Stadt Borken (Hessen); Flurname Herboldshausen. Nur ungefähr lokalisierbar.

Ersterwähnung

1106

Historische Namensformen

  • Hereboldeshusun, de (1106) [12. Jh.: Liber de libertatibus loc. Hersfeld HStAM Bestand K Nr. 244, f. 76 v; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1, Urkundenbuch, S. 53-54, Nr. 44]
  • Heriboldeshusun, de (1108) [XII]
  • Herboldeshusen, in (1286)
  • Hilboldeßhusen (1471)
  • Herboldshusen (1485)
  • Hyrbuldishußen (1490)
  • Hirboldeshusen (1501)
  • Hervoldehusenn (1504)
  • Hirboldeshausen (1523)
  • Herboldeßhausenn (1588)
  • Herbolheuser Tor (1578)

Bezeichnung der Siedlung

  • 1310: villa.
  • 1372: Dorf.

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3519346, 5656668
UTM: 32 U 519264 5654845
WGS84: 51.044821° N, 9.274803° O

Statistik

Ortskennziffer

63400102010

Verfassung

Altkreis

Fritzlar-Homberg

Herrschaft

  • 1372 ist Herboldshausen Zubehör von Stadt und Haus Borken. Johann von Schorpheim, Pfarrer zu Borken, steckt dem Landgrafen die verpfändeten zwei Teile des Dorfes Herboldshausen wieder zu.
  • 1378: Landgraf gewinnt einen Teil an Herboldshausen zurück.
  • 1408: Die von Griffe haben Anteil am Gericht Herboldshausen.
  • 1504: Bei Erbteilung von Löwenstein-Westerburg erhält Heinrich von Löwenstein die Hälfte von Herboldshausen.
  • sculthetus 1295.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1286: Ritter Eckard von Felsberg verkauft dem Deutschen Orden Marburg alle seine Güter zu Herboldshausen.
  • 1291: Hermann von Löwenstein überträgt dem Deutschen Orden Marburg bei Eintritt seines Bruders in denselben 2 Viertel seiner Güter zu Herboldshausen.
  • 1293: Die von Bischhausen verkaufen dem Deutschen Orden Marburg Güter zu Herboldshausen.
  • 1295: Heinrich von Löwenstein und Hermann genannt von Romrod übertragen dem Deutschen Orden Marburg Güter zu Herboldshausen.
  • 1340: Die von Löwenstein-Schweinsberg übereignen dem Marienaltar in der Stiftskirche Fritzlar ihr Allod zu Herboldshausen für ein Anniversar.
  • 1437: Reinhard von Dalwigk und Friedrich von Hertingshausen tragen Hessen einen Hof zu Herboldshausen zu Lehen auf.
  • 1448: Reinhard von Dalwigk und Ludwig von Hertingshausen erhalten von Landgraf Ludwig den Hof zu Herboldshausen.
  • 1461: Landgraf Ludwig belehnt Friedrich von Hertingshausen mit einem Hof zu Herboldshausen; folgend Belehnungen bis 1680.
  • 1478: Eckebrecht von Grifte setzt seiner Frau ein Gut zu Herboldshausen aus.

Zehntverhältnisse

1290; Werner von Löwenstein-Westerburg überträgt dem Kloster Haina den Zehnten zu Herboldshausen.
1308: Die von Löwenstein bestätigen dem Kloster Haina die Schenkung des halben Zehnten zu Herboldshausen.
1309: Graf Otto von Orlamünde übereignet dem Kloster Haina den halben Zehnten zu Herboldshausen, den Hermann von Romrod von ihm zu Lehen trug.
1310: Die von Westerburg übergeben dem Kloster Haina den halben Zehnten zu Herboldshausen.
1386 und 1388: Kloster Haina räumt den von Löwenstein den Zehnten zu Herboldshausen ein.

Ortsadel

1106

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Herboldshausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4406_herboldshausen> (aufgerufen am 18.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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