Herboldshausen

Die Lage von Herboldshausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
8,5 km nordwestlich von Homberg (Efze).
Lage und Verkehrslage
Im Westen der Stadt Borken (Hessen); Flurname Herboldshausen. Nur ungefähr lokalisierbar.
Ersterwähnung
1106
Historische Namensformen
- Hereboldeshusun, de (1106) [12. Jh.: Liber de libertatibus loc. Hersfeld HStAM Bestand K Nr. 244, f. 76 v; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1, Urkundenbuch, S. 53-54, Nr. 44]
- Heriboldeshusun, de (1108) [XII]
- Herboldeshusen, in (1286)
- Hilboldeßhusen (1471)
- Herboldshusen (1485)
- Hyrbuldishußen (1490)
- Hirboldeshusen (1501)
- Hervoldehusenn (1504)
- Hirboldeshausen (1523)
- Herboldeßhausenn (1588)
- Herbolheuser Tor (1578)
Bezeichnung der Siedlung
- 1310: villa.
- 1372: Dorf.
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3519346, 5656668
UTM: 32 U 519264 5654845
WGS84: 51.044821° N, 9.274803° O
Statistik
Ortskennziffer
63400102010
Verfassung
Altkreis
Fritzlar-Homberg
Herrschaft
- 1372 ist Herboldshausen Zubehör von Stadt und Haus Borken. Johann von Schorpheim, Pfarrer zu Borken, steckt dem Landgrafen die verpfändeten zwei Teile des Dorfes Herboldshausen wieder zu.
- 1378: Landgraf gewinnt einen Teil an Herboldshausen zurück.
- 1408: Die von Griffe haben Anteil am Gericht Herboldshausen.
- 1504: Bei Erbteilung von Löwenstein-Westerburg erhält Heinrich von Löwenstein die Hälfte von Herboldshausen.
- sculthetus 1295.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1286: Ritter Eckard von Felsberg verkauft dem Deutschen Orden Marburg alle seine Güter zu Herboldshausen.
- 1291: Hermann von Löwenstein überträgt dem Deutschen Orden Marburg bei Eintritt seines Bruders in denselben 2 Viertel seiner Güter zu Herboldshausen.
- 1293: Die von Bischhausen verkaufen dem Deutschen Orden Marburg Güter zu Herboldshausen.
- 1295: Heinrich von Löwenstein und Hermann genannt von Romrod übertragen dem Deutschen Orden Marburg Güter zu Herboldshausen.
- 1340: Die von Löwenstein-Schweinsberg übereignen dem Marienaltar in der Stiftskirche Fritzlar ihr Allod zu Herboldshausen für ein Anniversar.
- 1437: Reinhard von Dalwigk und Friedrich von Hertingshausen tragen Hessen einen Hof zu Herboldshausen zu Lehen auf.
- 1448: Reinhard von Dalwigk und Ludwig von Hertingshausen erhalten von Landgraf Ludwig den Hof zu Herboldshausen.
- 1461: Landgraf Ludwig belehnt Friedrich von Hertingshausen mit einem Hof zu Herboldshausen; folgend Belehnungen bis 1680.
- 1478: Eckebrecht von Grifte setzt seiner Frau ein Gut zu Herboldshausen aus.
Zehntverhältnisse
1290; Werner von Löwenstein-Westerburg überträgt dem Kloster Haina den Zehnten zu Herboldshausen.
1308: Die von Löwenstein bestätigen dem Kloster Haina die Schenkung des halben Zehnten zu Herboldshausen.
1309: Graf Otto von Orlamünde übereignet dem Kloster Haina den halben Zehnten zu Herboldshausen, den Hermann von Romrod von ihm zu Lehen trug.
1310: Die von Westerburg übergeben dem Kloster Haina den halben Zehnten zu Herboldshausen.
1386 und 1388: Kloster Haina räumt den von Löwenstein den Zehnten zu Herboldshausen ein.
Ortsadel
1106
Nachweise
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Herboldshausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4406_herboldshausen> (aufgerufen am 18.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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