Hoch-Weisel

Die Lage von Hoch-Weisel im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
11,5 km nordwestlich von Friedberg
Ersterwähnung
1231
Weitere Namen
Historische Namensformen
- Hovewisele, de (1231)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
- Am kleinen Hausberg
- Am nassen Fleck
- Isselhof
- Römerkastell Hunnenkirchhof
- Hoch-Weisel, Burg (→ Burgen, Schlösser, Herrenhäuser)
Burgen und Befestigungen
- Am Südrand des Ortskerns Reste eines Wohnturmes.
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3474110, 5585318
UTM: 32 U 474046 5583524
WGS84: 50.403184° N, 8.634785° O
Statistik
Ortskennziffer
440005070
Flächennutzungsstatistik
- 1854 (Morgen): 3922, davon 1451 Acker, 410 Wiesen, 2061 Wald. Der Hochweiseler Markwaldfiskalanteil hat außerdem einen Flächenraum von 869 Morgen.
- 1961 (Hektar): 1022, davon 519 Wald (= 50.78 %)
Einwohnerstatistik
- 1961: 1019, davon 853 evangelisch (= 83.71 %), 155 katholisch (= 15.21 %)
- 1970: 1203 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Anteil am Fürstentum Oberhessen), Amt Butzbach und Philippseck
- 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Butzbach mit Philippseck
- 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Butzbach
- 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Butzbach
- 1829: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Friedberg (verlegt aus Butzbach)
- 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
- 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
- 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
- 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis
Altkreis
Friedberg
Gemeindeentwicklung
Am 31.12.1970 zur Stadt Butzbach
Gericht
- 1821: Landgericht Friedberg
- 1840: Landgericht Butzbach
- 1879: Amtsgericht Butzbach
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1366: Kirchhof
- 1461: Pfarrei
Pfarrzugehörigkeit
1577 gehörte Weiperfelden zum Kirchspiel
Patronat
Ursprünglich hatte vermutlich der Pfarrer der Mutterkirche Münster, welcher um 1435 die Pfarrei von Münster aus mitversah, das Patronatsrecht inne. 1534 lag es bei den Landgrafen von Hessen. Zur Zeit, da eine besondere Landgrafschaft Hessen-Butzbach bestand (1609-1643), sowie 1643-1658 und 1688-1709, galten dieselben Kollaturverhältnisse wie bei Butzbach.
Beginen
Seit 1366 besteht eine Klause auf dem Kirchhof, in der Süstern, Klausnerinnen, Beginen leben und arbeiten; 1536 (1572) wird das Haus als Spial eingerichtet.
Bekenntniswechsel
Erster evangelischer Pfarrer: Gebhard 1540
Kirchliche Mittelbehörden
Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Münster bei Butzbach
Juden
1830: 34, 1905: 5 Juden
seit 1905 gehört zur Gemeinde Butzbach
Kultur
Schulen
um 1567 Gründung einer Schule; 1910 Volksschule mit zwei Klassen, zwei Schulhäuser, davon eins von 1882
Nachweise
Literatur
- Denkmaltopographie Wetteraukreis 2, S. 404-414
- Knappe, Burgen in Hessen, S. 328
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 26
- Diehl, Hessen-darmstädtisches Pfarrer- und Schulmeisterbuch, S. 288
- Dersch, Klosterbuch, S. 83
- Krapp, Hessische Schulstatistik, S. 202
- Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen: Anfang, Untergang, Neubeginn, Bd.1
Weblinks
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Jüdische Friedhöfe
- Synagogen in Hessen
- Topografische Karten
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hoch-Weisel, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/12066_hoch-weisel> (aufgerufen am 05.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/12066