Rode

Die Lage von Rode im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
9,5 km südöstlich von Bad Schwalbach
Ersterwähnung
1151
Siedlungsentwicklung
1151 gestattete der Mainzer Erzbischof Heinrich dem Prämonstratenserstift Langenselbold die Verlegung des zugehörigen Nonnenklosters nach Rode auf einem von dem erzbischöflichen Minsterialen Embricho geschenkten Langenselbolder Eigentum, unterstellte den Konvent der Obödienz des Langenselbolder Abtes und verlieh ihm Steuerfreiheit und Pfarrrechte. Vor 1163 erfolgte die Verlegung nach Tiefenthal. In Rode siedelten sich Ritter des Ordens zum Heiligen Grab an (1296 bezeugt), die durch den Bauernkrieg vertrieben wurden.
Historische Namensformen
- Rode (1151) [Mainzer Urkundenbuch 2, 1, Nr. 155, S. 283-285]
- Rodechen, Dorf zu Rode das man nennet zum (1350)
Bezeichnung der Siedlung
- locum (1151)[Mainzer Urkundenbuch 2, 1, Nr. 155, S. 283-285]
- Kloster
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3438341, 5546271
UTM: 32 U 438291 5544493
WGS84: 50.049521° N, 8.138053° O
Statistik
Ortskennziffer
43900304002
Verfassung
Altkreis
Rheingaukreis
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1151 gestattete der Mainzer Erzbischof Heinrich dem Prämonstratenserstift Langenselbold die Verlegung des zugehörigen Nonnenklosters nach Rode auf auf einem von dem erzbischöflichen Minsterialen Embricho geschenkten Langenselbolder Eigentum, unterstellte den Konvent der Obödienz des Langenselbolder Abtes und verlieh ihm Steuerfreiheit und Pfarrrechte. Vor 1163 erfolgte die Verlegung nach Tiefenthal. In Rode siedelten sich Ritter des Ordens zum Heiligen Grab an (1296 bezeugt), die durch den Bauernkrieg vertrieben wurden.
Zehntverhältnisse
1363 wird der Ort im Zehntbezirk der Pfarrei genannt.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- Anfang 13. Jahrhundert: Kirche
- 1258: Pleban
- 1469: Kaplan
- 1804 wurde die Kirche aufgegeben und um 1820 abgebrochen.
Pfarrzugehörigkeit
Zur Pfarrei Eltville gehörig.
Klöster
Nachweise
Literatur
- Denkmaltopographie Rheingau-Taunus-Kreis I.1, S. 357-358,
- Kehrein, Nassauisches Namenbuch, S. 263,
- Bach, Siedlungsnamen, S. 71,
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 88,
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 577,
- Herchenröder, Rheingaukreis, S. 265-266,
Siehe auch
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Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rode, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/11135_rode> (aufgerufen am 13.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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