Wolkersdorf

Die Lage von Wolkersdorf im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
16,6 km südwestlich von Fritzlar.
Lage und Verkehrslage
0,7 km nordöstlich von Jesberg, am rechten Ufer der Gilsa, wo diese den Kirschbach aufnimmt. Messtischblätter: Wüstung Wolkersdorf.
Ersterwähnung
1231
Historische Namensformen
- Wulmersdorph (1231) (Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1 Nr. 71)
- Wolmersdorph, de (1238)
- Wolmshusin, in (1263)
- Wolmersdorf (1270)
- Wlmerstorph, de (1284)
- Wolmersdorp, de (1300)
- Wolmerstorff (1400)
- Wolmestorff, Wolmisdorff (1448)
- Wolmesdorff, zcu (1521) (UA von Linsingen)
- Wolmsdorff, zcu (1523)
- Wulmesdorff (1537)
- Wolmerßdorff (1574)
- Wolmershausen (1584)
- Wolmerstorff (1585)
- Wüste Wolmersdorf (1611)
- Wolmarsdorff (1650)
- Vollmarstorff (1657)
- Wolkensdorfer Garten (1722)
Bezeichnung der Siedlung
- 1307: villa
- 1381: Dorf
- 1611: wüst
- 1719: alte Kapelle
- Dorf, Kapelle
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3511292, 5652069
UTM: 32 U 511213 5650248
WGS84: 51.003696° N, 9.159816° O
Statistik
Ortskennziffer
63401004015
Einwohnerstatistik
- 1611: wüst.
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1440: Mainzer Hoheit.
Altkreis
Fritzlar-Homberg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Um 1231: Kloster Haina vertauscht Güter zu Wolkersdorf.
- 1263: Kloster Spieskappel erhält Güter zu Wolkersdorf.
- 1307: Werner von Linsingen tauscht mit Ludwig von Linsingen die Mühle unter dem Berg bei Wolkersdorf.
- 1342: Rule von Trugelnrode verkauft sein Gut zu Wolkersdorf an die von Erfurtshausen.
- 1371: Gotze Snillinbach versetzt seine Güter zu Wolkersdorf an Kurt von Erfurtshausen.
- 1372: Rule von Trugelnrode verkauft Gut zu Wolkersdorf an die von Erfurtshausen.
- 1374: Gotze Oestbach verkauft sein Ansiedel zu Wolkersdorf an Kurt von Erfurtshausen.
- 1381: Kurt von Erfurtshausen verschreibt seiner Frau Vorwerk zu Wolkersdorf als Morgengabe.
- 1400: Erzbischof Johann von Mainz befreit die Güter Ludwig Baldamars, Amtmann zu Jesberg, zu Wolkersdorf.
- 1402: Otto von Trugelnrode überlässt Vorwerk und Güter zu Wolkersdorf an Ludwig Baldamar und Bechte von d. Nuhn.
- 1521: Ludwig von Linsingen gibt einen Garten zu Wolkersdorf an seinen Bruder Hans.
Zehntverhältnisse
1403: Stift Fritzlar belehnt Konrad von Erfurtshausen mit Zehnten zu Wolkersdorf.
1448: Stift Fritzlar belehnt von Linsingen mit Zehnten zu Wolkersdorf; folgend Belehnungen bis 1691.
1523: Johann von Linsingen verpfändet seinem Vetter Ciliax von Linsingen seinen Teil und Gerechtigkeit am Zehnten zu Wolkersdorf.
1585: Die von Linsingen haben 3 Viertel des Zehnten zu Wolkersdorf inne.
1592: Dietrich von Linsingen versetzt Konrad Riedesel seinen Anteil am Zehnten zu Wolkersdorf.
Ortsadel
1258-1511.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1719: Kapelle, Wolmersdorfer Zelle genannt.
Wirtschaft
Mühlen
1307: Werner von Linsingen tauscht mit Ludwig von Linsingen die Mühle unter dem Berg bei Wolkersdorf.
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Fritzlar-Homberg, S. 342;
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 142;
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 530-531 (Wolmersdorf).
- F. von Gilsa, Zwei wüste Kirchen bei Jesberg. In: Mitteilungen an die Mitglieder des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde. (1879) S. 8 f. Festschrift Bürgerhaus Jesberg (1974) S. 22.
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wolkersdorf, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4357_wolkersdorf> (aufgerufen am 08.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/4357