Wolkersdorf

Wüstung · 229 m über NN  
Gemarkung
Jesberg
Gemeinde
Jesberg
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

16,6 km südwestlich von Fritzlar.

Lage und Verkehrslage

0,7 km nordöstlich von Jesberg, am rechten Ufer der Gilsa, wo diese den Kirschbach aufnimmt. Messtischblätter: Wüstung Wolkersdorf.

Ersterwähnung

1231

Historische Namensformen

  • Wulmersdorph (1231) (Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1 Nr. 71)
  • Wolmersdorph, de (1238)
  • Wolmshusin, in (1263)
  • Wolmersdorf (1270)
  • Wlmerstorph, de (1284)
  • Wolmersdorp, de (1300)
  • Wolmerstorff (1400)
  • Wolmestorff, Wolmisdorff (1448)
  • Wolmesdorff, zcu (1521) (UA von Linsingen)
  • Wolmsdorff, zcu (1523)
  • Wulmesdorff (1537)
  • Wolmerßdorff (1574)
  • Wolmershausen (1584)
  • Wolmerstorff (1585)
  • Wüste Wolmersdorf (1611)
  • Wolmarsdorff (1650)
  • Vollmarstorff (1657)
  • Wolkensdorfer Garten (1722)

Bezeichnung der Siedlung

  • 1307: villa
  • 1381: Dorf
  • 1611: wüst
  • 1719: alte Kapelle
  • Dorf, Kapelle

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3511292, 5652069
UTM: 32 U 511213 5650248
WGS84: 51.003696° N, 9.159816° O

Statistik

Ortskennziffer

63401004015

Einwohnerstatistik

  • 1611: wüst.

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1440: Mainzer Hoheit.

Altkreis

Fritzlar-Homberg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Um 1231: Kloster Haina vertauscht Güter zu Wolkersdorf.
  • 1263: Kloster Spieskappel erhält Güter zu Wolkersdorf.
  • 1307: Werner von Linsingen tauscht mit Ludwig von Linsingen die Mühle unter dem Berg bei Wolkersdorf.
  • 1342: Rule von Trugelnrode verkauft sein Gut zu Wolkersdorf an die von Erfurtshausen.
  • 1371: Gotze Snillinbach versetzt seine Güter zu Wolkersdorf an Kurt von Erfurtshausen.
  • 1372: Rule von Trugelnrode verkauft Gut zu Wolkersdorf an die von Erfurtshausen.
  • 1374: Gotze Oestbach verkauft sein Ansiedel zu Wolkersdorf an Kurt von Erfurtshausen.
  • 1381: Kurt von Erfurtshausen verschreibt seiner Frau Vorwerk zu Wolkersdorf als Morgengabe.
  • 1400: Erzbischof Johann von Mainz befreit die Güter Ludwig Baldamars, Amtmann zu Jesberg, zu Wolkersdorf.
  • 1402: Otto von Trugelnrode überlässt Vorwerk und Güter zu Wolkersdorf an Ludwig Baldamar und Bechte von d. Nuhn.
  • 1521: Ludwig von Linsingen gibt einen Garten zu Wolkersdorf an seinen Bruder Hans.

Zehntverhältnisse

1403: Stift Fritzlar belehnt Konrad von Erfurtshausen mit Zehnten zu Wolkersdorf.
1448: Stift Fritzlar belehnt von Linsingen mit Zehnten zu Wolkersdorf; folgend Belehnungen bis 1691.
1523: Johann von Linsingen verpfändet seinem Vetter Ciliax von Linsingen seinen Teil und Gerechtigkeit am Zehnten zu Wolkersdorf.
1585: Die von Linsingen haben 3 Viertel des Zehnten zu Wolkersdorf inne.
1592: Dietrich von Linsingen versetzt Konrad Riedesel seinen Anteil am Zehnten zu Wolkersdorf.

Ortsadel

1258-1511.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1719: Kapelle, Wolmersdorfer Zelle genannt.

Wirtschaft

Mühlen

1307: Werner von Linsingen tauscht mit Ludwig von Linsingen die Mühle unter dem Berg bei Wolkersdorf.

Nachweise

Literatur

Siehe auch

Weitere Angebote in LAGIS

Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wolkersdorf, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4357_wolkersdorf> (aufgerufen am 08.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/4357