Sarrod

Dorf · 370 m über NN  
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

9,3 km westlich von Schlüchtern

Ersterwähnung

1292

Siedlungsentwicklung

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Steinau.

Historische Namensformen

  • Sarrenroth (1292)
  • Salmrade (15. Jahrhundert)
  • Sarnrode (1400)
  • Sarrod (1569)
  • Sarrode [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]

Bezeichnung der Siedlung

  • 1392: Dorf.
  • Es wird vom Ende des 15. Jahrhunderts an als Wüstung bezeichnet, 1684 als adliges Gut.

Ortsteile

  • Die Wohnplätze Rabenstein und Rebsdorf wurde am 01.04.1972 aus der ehemaligen Gemeinde Sarrod als Ortsteile in die Gemeinde Ulmbach benannt.

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3528422, 5579636
UTM: 32 U 528336 5577844
WGS84: 50.351991° N, 9.398301° O

Statistik

Ortskennziffer

435028060

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 704, davon 366 Acker (= 51.99 %), 221 Wiesen (= 31.39 %), 17 Holzungen (= 2.41 %)
  • 1961 (Hektar): 827, davon 141 Wald (= 17.05 %)

Einwohnerstatistik

  • 1790: 9 halbe Bauern, 5 Hintersiedler, 7 Hüttner
  • 1812: 22 Feuerstellen, 202 Seelen
  • 1885: 339, davon 11 evangelisch (= 3.24 %), 328 katholisch (= 96.76 %)
  • 1961: 348, davon 17 evangelisch (= 4.89 %), 331 katholisch (= 95.11 %)
  • 1970: 336

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Fürstabtei Fulda, Amt Ürzell
  • 1803: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Amt Ürzell
  • 1806-1810: Primatialstaat Karl Theodor von Dalbergs im Rheinbund, Fürstentum Fulda, Amt Salmünster
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Salmünster
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Stadt und Amt Salmünster
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Salmünster
  • 1830: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Schlüchtern
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Schlüchtern
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis

Schlüchtern

Gemeindeentwicklung

Am 1.4.1972 in die Gemeinde Ulmbach und mit dieser am 1.7.1974 in die Stadt Steinau an der Straße eingegliedert.

Gericht

  • 1415 Gericht Ulmbach
  • Amtsgericht Salmünster
  • 1822: Justizamt Salmünster
  • 1867: Amtsgericht Salmünster
  • 1968: Amtsgericht Schlüchtern

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Hanau nahm Ende des 15. Jahrhunderts an, dass Sarrod von der Herrschaft Trimberg an Hanau gekommen und hanauisches Lehen der von Mosbach sei. Fulda hielt es für ein fuldisches Lehen derer von Mosbach und setzte sich durch. Es war 1392 fuldisches Lehen derer von Herolz, 1448 derer von Virnkorn, 1453 derer von Mosbach, während Hanau 1505 den von Lauter mit seinem Recht an Sarrod belehnte, war es seit 1501 fuldisches Lehen derer von Mörle gen. Beheim, die es von denen von Reiprecht erkauft hatten, 1633 Daniels von Hutten, 1633-1680 der von Thüngen, 1682 derer von Mauchenheim und wurde 1684 an Fulda verkauft.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit

Ulmbach

Bekenntniswechsel

Der Ort blieb katholisch.

Kultur

Schulen

1910 einklassige Volksschule

Nachweise

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Sarrod, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/12552_sarrod> (aufgerufen am 10.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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