Wickersdorf

Die Lage von Wickersdorf im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
11,5 km nördlich von Treysa
Lage und Verkehrslage
Im Nordwesten der Gemarkung Reptich, jetzt Wickershöfe, Wüstungsrest.
Ersterwähnung
1193
Vorbemerkung Historische Namensformen
Die Identität des Belegs von 1197 mit diesem Wickertsdorf ist nicht gesichert.
Historische Namensformen
- Wichardistorph, in (1193) [Abschrift 17. Jahrhundert Mainzer Urkundenbuch 2, 2, S. 948-950, Nr. 575]
- Wikardesdorf, in (1197) [HStAM Bestand Urk. 18 Nr. 638; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1 Urkundenbuch Nr. 90, S. 125-128, vgl. List, Spieskappel, S. 38-44]
- Wykardsdorf, de (1313)
- Wikyrstorf (1318)
- Wichersdorp (1358)
- Wigkirsdorff (1361)
- Wickerßdorff (1367)
- Wickirsdorff, czu (1400)
- Wigkersthorf (um 1450)
- Wikersdorff (1465)
- Wygkerßdorff (1467)
- Wickersztorff, Wickeßdorff (1504)
- Wickstorff (1530)
- Wickersdorff (um 1570)
- Wickersdorf (1613)
Bezeichnung der Siedlung
- 1358: Dorf
- 1531: wüst
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3512276, 5653499
UTM: 32 U 512197 5651677
WGS84: 51.01653° N, 9.173883° O
Statistik
Ortskennziffer
63401005002
Einwohnerstatistik
- 1358: Dorf
- 1531: wüst
- Um 1570: 11
- 1575/85: 12 Hausgesesse
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1530: Amt Borken; die Versetzung von Wickersdorf an die von Löwenstein wird in ein Lehen umgewandelt.
- 1575/85: Amt Borken, niederes und peinliches Gericht von Löwenstein (s. u. Wickershöfe)
Altkreis
Fritzlar-Homberg
Herrschaft
- 1358: Kloster Hardehausen verkauft sein Dorf Wickersdorf an Grafen von Waldeck.
- 1361: Die Grafen von Waldeck verkaufen wiederkäuflich Dorf und Gericht Wickersdorf an die von Löwenstein-Westerburg.
- 1504: Heinrich von Löwenstein erhält einen Anteil an Wickersdorf.
- 1523: Heinrich von Löwenstein erhält Wickersdorf allein.
- 1530: Amt Borken; die Versetzung von Wickersdorf an die von Löwenstein wird in ein Lehen umgewandelt.
- 1575/85: Amt Borken, niederes und peinliches Gericht von Löwenstein (s. u. Wickershöfe)
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1193: Werner von Bischofshausen verkauft dem Kloster Hardehausen u.a. Allod zu Wickersdorf.
- Dem Kloster Cappel werden 1197 von Papst Coelistin III. Einnahmen in Höhe von 2 Schilling in Wickersdorf bestätigt.
- 1400: Kloster Weißenstein verleiht Güter zu Wickersdorf.
- 1465: Kurt von Linsingen verkauft seine Wiese oberhalb Wickersdorf an Heinz Becker.
- 1531: Die von Löwenstein durch Waldeck mit Wüstung Wickersdorf belehnt.
Zehntverhältnisse
1493: Die von Löwenstein belehnen Henne Schenk mit Zehnten zu Wickersdorf.
Ortsadel
1220-1313 (vielleicht auch Wickersdorf bei Frankenberg).
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1318: cimiterium
Nachweise
Literatur
- List, Spieskappel, S. 311
- Schunder, Die von Loewenstein 1, S. 149-154,
- Historisches Ortslexikon Fritzlar-Homberg, S. 337 f.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wickersdorf, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4349_wickersdorf> (aufgerufen am 19.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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