Seilfurt

Die Lage von Seilfurt im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
9,5 km nordwestlich von Groß-Gerau
Lage und Verkehrslage
westlich von Rüsselsheim, gegenüber der Wickerbachmündung Gemarkung "auf dem Seilfort"
Ersterwähnung
vor 1130
Historische Namensformen
- Seilonuort (vor 1130)
- Selinvvort (1168)
- Seleuort (1184)
- Seilenvort (1211)
- Selenwort (1266)
- Seilvort (1275)
- Seylfurthe (1294)
- Seilvort (um 1300)
- Seyluurthe (1303)
- Seylfort (1315)
- Seyluort (1320)
- Seilwort (1322)
- Seiluort (1344)
- Seilford (1347)
- Seylfurd (1350)
- Seylfurtd, Sylford, Silford, Seylfford, Seylfurd (1363)
- Selford, Selfoyrd (1404)
- Selfart (1408)
- Seilfurt, Seylfurd, Selford (1413)
- Seillfurt (1476)
- Seulfurth, Selfert (1608)
- Sailfurth, Seilfurth (1754)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3456701, 5540002
UTM: 32 U 456643 5538226
WGS84: 49.994783° N, 8.39509° O
Statistik
Ortskennziffer
43301202018
Frühere Ortskennziffer
43301200006
Verfassung
Altkreis
Groß-Gerau
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Vor 1130 schenkt Reinhard, Abt von St. Alban in Mainz, seinem Kloster 1 Hufe zu 5 Solidi in Seilonvort.
- 1184 bestätigt Papst Lucius III. die Besitzungen des Albansstifts zu Mainz in Seilfurt.
- Verschiedene Schenkungen von Gütern 1275 an Marien-Magdalenenkloster in Mainz, 1276 an Kloster Eberbach, 1298 an den Mariengredenstift in Mainz.
- 1319 Grundbesitz von Altmünster.
- 1401 ist das Viktorstift in Mainz im Besitz einer Hofstadd hinter der Kirche und dem zugehörigen Gut.
- 1425 verkauft Eberhard von Eppstein Dorf, Vogtei, hohe und niedere Gerichte, Leute, Güter usw. gegen 3000 fl. dem Grafen Johann von Katzenelnbogen, vorbehaltlich der Rechte des Albanstifts an Gerichten, Zehnten usw.
Zehntverhältnisse
1771 hat der Pfarrer von Rüsselsheim den Zehnten von dem Feld und Weinberg, das Sailfurth genannt.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1168 erster Beleg für das Vorhandensein einer Kirche oder Kapelle
- 1184 ecclesia cum capella
Patrozinien
- Albanus
Patronat
1168 Albansstift in Mainz
1294 dem Albanstift inkorporiert
Kirchliche Mittelbehörden
St. Viktor in Mainz; Groß-Gerau
Nachweise
Literatur
- Wagner, Wüstungen Hessen, Provinz Starkenburg, S.168-174,
- Müller, Starkenburg, S. 655-657,
- Demandt, Kirchenorganisation, S. 151,
- Metzner, Ernst Erich/Thomas, Horst: Der „Steinweg“ und die „Taunusstraße“ von Wicker. Zu einem Stück römerzeitlicher und mittelalterlicher Fernwegführung zwischen dem Mittellahnbereich und der Oberrheinebene. Teil 1: Der „Steinweg“ in Wicker, seine Fernziele im Norden und seine Fortsetzung nach Süden über den Untermain bei Seilfurt (†), in: Jahrbuch des Main-Taunus-Kreises 1, 1993, S. 75–79,
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Seilfurt, Groß-Gerau“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/13844_seilfurt> (aufgerufen am 08.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/13844