Wixhausen

Die Lage von Wixhausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
6,5 km nördlich von Darmstadt
Lage und Verkehrslage
Bahnhof der Eisenbahnlinie Frankfurt am Main – Heidelberg ("Main-Neckar-Bahn") (Inbetriebnahme der Strecke 22.6.1846) seit 1887.
Historische Namensformen
- Wikkenhusen (1211) [Meyer zu Ermgassen, Oculus Memorie 2, S. 351]
- Wicheshusen (1225)
- Wickershusen (1286)
- Wixhusen (1295)
- Wickeshusen (1339)
- Wickershausen (1427)
- Wixhusen (1451)
- Vixhausen (1510)
- Wixhausen (1596)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3474866, 5532739
UTM: 32 U 474801 5530966
WGS84: 49.930529° N, 8.648894° O
Statistik
Ortskennziffer
411000080
Frühere Ortskennziffer
411000800
Flächennutzungsstatistik
- 1854 (Morgen): 2765, davon 1924 Acker, 366 Wiesen, 494 Wald
- 1961 (Hektar): 629, davon 79 Wald (= 12.56 %)
Einwohnerstatistik
- 1629: 41 Hausgesessene
- 1829: 554 Einwohner
- 1939: 2630
- 1961: 3528, davon 2864 evangelisch (= 81.18 %), 416 katholisch (= 11.79 %)
- 1970: 4185
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1571: Amt Rüsselsheim
- 1783: Amt Darmstadt
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Obere Grafschaft Katzenelnbogen, Oberamt Darmstadt, Cent Arheilgen
- 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Darmstadt
- 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Darmstadt
- 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Oberamt Darmstadt
- 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Langen
- 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Groß-Gerau
- 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt
- 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Darmstadt
- 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Darmstadt
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Darmstadt
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Darmstadt
- 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreisfreie Stadt Darmstadt
Altkreis
Darmstadt
Gemeindeentwicklung
6.5.1958: Umgemeindung des Wohnplatzes Aumühle (128 Einw.) von der kreisfreien Stadt Darmstadt
Am 1.1.1977 zur Stadt Darmstadt.
Gericht
- 1415: Zur Cent Gerau
- 1571: Landgrafschaft Hessen
- 1821: Landgericht Langen
- 1853: Landgericht Darmstadt
- 1879: Amtsgericht Darmstadt II
- 1932: Amtsgericht Darmstadt
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1211 ist Besitz des Klosters Eberbach in Wixhausen nachgewiesen. 1286 schenkt der Pleban Ebernand zu Arheilgen Grundstücke in Wixhausen dem Kloster Patershausen.
- Im 14. und 15. zahlreiche Lehnsvergabungen durch die Grafen von Katzenelnbogen, die hier zum wichtigsten Grundherrn wurden. 1403 bekennt Graf Johann von Katzenelnbogen, dass er Wixhausen von Würzburg zu Lehen trägt. 1571 hat der Landgraf von Hessen alle Cent und hohe Obrigkeit, Gebot und Verbot hoch und nieder, Wasser und Weide.
Zehntverhältnisse
1557 ist das Hospital Hofheim den großen Zehnten inne.
Ortsadel
1225 Sifridus, miles de Wicheshusen
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1295 Kapelle zu Wixhausen,
- 1339: Pleban erwähnt
- 1376: Pfarrer
Patrozinien
- Blasius
Pfarrzugehörigkeit
Ursprünglich zu Groß-Gerau gehörig.
1295 trennt der Erzbischof von Mainz die Kapelle zu Wixhausen von der Pfarrei Gerau und erhebt sie zur Pfarrkirche.
Patronat
1339: Grafen von Katzenelnbogen, 1557: Landgrafen von Hessen
Bekenntniswechsel
Erster evangelischer Pfarrer: Adolph Frey gen. Wallach 1557 bis nach 1571
Kirchliche Mittelbehörden
Archidiakonat St. Viktor in Mainz, Landkapitel Groß-Gerau
Juden
1830: 14, 1905: 5, 1932/33: 9 Juden Der Ort gehörte der zur jüdischen Gemeinde in Gräfenhausen.
Kultur
Schulen
Nach 1648 Gründung einer Schule; 1910 Volksschule mit fünf Klassen; zwei Schulhäuser von 1850 und 1865 mit Anbau aus 1904
Wirtschaft
Mühlen
1571 sind drei Mühlen belegt: Michel Petters Mühle, Odeln Mühle (Ottilienmühle) und die Sinzfelder Mühle. In der Generalstabskarte des Großherzogtums Darmstadt (1832-1850) ist eine Gärtnersmühle südlich außerhalb der Ortsgemarkung eingetragen. In der DGK 1889 (mit Nachträgen bis 1932) ferner eine Küchenmühle vgl. Stadtlexikon Darmstadt, S. 646
Nachweise
Literatur
- Stadtlexikon Darmstadt, S. 998-1000
- Müller, Starkenburg, S. 753-754
- Demandt, Kirchenorganisation, S. 159
- Historisches Ortsverzeichnis Großherzogtum und Volksstaat Hessen, S. 216
- Denkmaltopographie Stadt Darmstadt, S. 685-690
- Diehl, Hessen-darmstädtisches Pfarrer- und Schulmeisterbuch, S. 112ff.
- Führer durch die jüdische Gemeindeverwaltung und Wohlfahrtspflege in Deutschland 1932-1933. Herausgegeben von der Zentralwohlfahrtsstelle der Deutschen Juden, S.381
- Krapp, Hessische Schulstatistik, S.11
- Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen: Anfang, Untergang, Neubeginn, Bd.1
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Topografie des Nationalsozialismus in Hessen
- Topografische Karten
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wixhausen, Darmstadt“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/13549_wixhausen> (aufgerufen am 04.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/13549