Gosselndorf

Wüstung · 298 m über NN  
Gemarkung
Kathus
Gemeinde
Bad Hersfeld
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

7,7 km ostnordöstlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage

3,3 km nordöstlich von Kathus und ebenfalls 3,3 km westlich von Friedewald. Eigentlich in der Gemarkung Meckbach gelegen, aber tatsächlich zu Kathus gehörig. Vor Ort befinden sich noch dicht am Wald die Überreste der zugehörigen Gießlingskirche mit einem gut erhaltenen Turmstumpf. Das Friedewalder Salbuch von 1579 sagte dazu: beneben der Krumbacher auw underm Sandberge am wasser, die Breizbach genannt, ist gelegen die wustenung Guessendorf. An der alten "Straße durch die kurzen Hessen", wo heute parallel etwas nördlich die Bundesautobahn 4 Kirchheim - Eisenach (Thüringen) und etwas südlich eine kleine Straße Sorga - Friedewald verlaufen.

Ersterwähnung

1183

Siedlungsentwicklung

1183 wird eine Mühle mit Zubehör genannt. 1312 sind die zum hersfeldischen Klosters Petersberg gehörenden Orte (villae) Gosselndorf, Niederkrumbach, Reitsrode, Breitenbach, Sulingsysee, Hamundeseiche und Berterode seit kurzer Zeit verlassen, während Bettenrode und Wetzelsrode noch bewohnt sind und bei Stockenrode unklar ist, ob es sich überhaupt um eine Ansiedlung handelt.
1716 wollten Bauern hier eine neue Niederlassung begründen, wurden aber wegen Gefährdung des Wildes abgewiesen.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • molendinum (1183)
  • villa (1312)
  • Kirch (1561)
  • wustenung (1579)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3557338, 5639116
UTM: 32 U 557241 5637300
WGS84: 50.884531° N, 9.813739° O

Statistik

Ortskennziffer

63200206003

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1312: Kloster Petersberg (Hersfeld), Vogtei in der Solz

Altkreis

Hersfeld

Gericht

  • Gericht Petersberg

Herrschaft

  • Vogtei in der Solz

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1183 bestätigt Papst Lucius III. dem Prämonstratenserkloster Königsbreitungen (bei Salzungen) u.a. den Besitz einer Mühle mit Zubehör zu Gosselndorf.
  • Dorf des Klosters Petersberg als Tochterkloster der Reichsabtei Hersfeld.
  • 1535 wurden Güter zu Gosselndorf verliehen (Hersfelder Kopiar 7).

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • Eine Kapelle wurde 1363 und 1386 genannt.
  • 1386 verlieh ihr der Bischof von Würzburg einen Kirchhof.
  • Ihre Trümmer wurden 1561 Geussendorf Kirch, 1636 Gösslerskirche (Geh. Rats Akten, Rodungen) und auf neueren Karten Giesslingskirche bzw. Gießlingskirche genannt.
  • 1919 wurde bei der Gießlingskirche ein romanischer Schlüssel gefunden.

Siehe auch

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Orte

Personen

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Gosselndorf, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3401_gosselndorf> (aufgerufen am 13.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/3401

Die Lage von Gosselndorf im Orthofoto