Hamundeseiche

Wüstung · 439 m über NN  
Gemarkung
Friedewald
Gemeinde
Friedewald
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

13,4 km nordöstlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage

3,2 km nordöstlich von Friedewald im Seulingswald. Im Westen des alten Ortes sind die Reste der kleinen Dorfkirche ergraben worden. Die Siedlung erstreckte sich weiter in Richtung Osten, wo man noch den Dorfbrunnen und Dorfteich findet. Schließlich erhebt sich dort noch die namensgebende Hammundeseiche. Bei der alten "Straße durch die kurzen Hessen".

Ersterwähnung

1141

Letzterwähnung

1312

Siedlungsentwicklung

Die Siedlung entstand wohl im 10./11. Jahrhundert. 1141 wird die neuerbaute kleine Kirche durch den Bischof von Würzburg von der Mutterkirche Lengsfeld (= Schenklengsfeld) getrennt (Dobenecker 1, 1423). 1312 sind die zum hersfeldischen Klosters Petersberg gehörenden Orte (villae) Gosselndorf, Niederkrumbach, Reitsrode, Breitenbach, Sulingsysee, Hamundeseiche und Berterode seit kurzer Zeit verlassen, während Bettenrode und Wetzelsrode noch bewohnt sind und bei Stockenrode unklar ist, ob es sich überhaupt um eine Ansiedlung handelt.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1141)
  • nicht lange wüstes Dorf (1312).

Burgen und Befestigungen

  • Die Siedlung entstand wohl im 10./11. Jahrhundert.
  • 1141 wurde die neuerbaute kleine Kirche durch den Bischof von Würzburg von der Mutterkirche Lengsfeld (= Schenklengsfeld) getrennt (Dobenecker 1, 1423).

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3562598, 5641451
UTM: 32 U 562499 5639634
WGS84: 50.904973° N, 9.888876° O

Statistik

Ortskennziffer

63200601010

Verfassung

Verwaltungsbezirk

Altkreis

Hersfeld

Gericht

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Hamundeseiche wurde 1312 ein Dorf des hersfeldischen Tochterklosters Petersberg genannt, das damals noch nicht lange wüst lag.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • novella Ecclesiola positam in villa quae Humundeseihe dicitur (1141)
  • 1973 schloss man Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten ab, wodurch die Grundmauern der Kirche erhalten werden konnten.
  • Es handelte sich um einen Saalbau mit eingezogener halbkreisförmiger Apsis. Der Zugang ist von Süden her erfolgt. Die Nordwand weist einen deutlichen Innenbogen auf, der vermutlich durch Seitendruck bewirkt wurde (Denkmaltopographie Landkreis Hersfeld-Rotenburg 1, S. 248).

Pfarrzugehörigkeit

1141 wird die neuerbaute kleine Kirche durch den Bischof von Würzburg von der Mutterkirche Lengsfeld (= Schenklengsfeld) getrennt

Nachweise

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Hamundeseiche, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3394_hamundeseiche> (aufgerufen am 01.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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