Soislieden

Die Lage von Soislieden im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Gehöftgruppe
Lagebezug
15,5 km südöstlich von Bad Hersfeld
Ersterwähnung
1585
Historische Namensformen
- Schuochs Leidenn, an der (1585) [HStAM Best. Urk. 75 Nr. 1664]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3563038, 5628071
UTM: 32 U 562939 5626259
WGS84: 50.784665° N, 9.892831° O
Statistik
Ortskennziffer
632010060
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 79, davon 53 Acker (= 67.09 %), 0,2 Wiesen (= 0.00 %), 14 Holzungen (= 17.72 %)
- 1961 (Hektar): 80, davon 32 Wald (= 40.00 %)
Einwohnerstatistik
- 1885: 36, davon 33 evangelisch (= 91.67 %), 3 katholisch (= 8.33 %)
- 1961: 41, davon 40 evangelisch (= 97.56 %), 1 katholisch (= 2.44 %)
- 1970: 31
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1585: Ritterschaftliches Patrimonialgericht der von Buchenau als fuldisches Lehen
- 1789: Herrschaft der fränkischen Ritterschaft von Buchenau
- 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Cent Eiterfeld
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Altkreis
Hünfeld
Gemeindeentwicklung
Am 1.1.1970 wurde im Zuge der hessischen Gebietsreform die Gemeinde Soislieden nach Mansbach eingegliedert, gefolgt von der Gemeinde Oberbreitzbach am 1.7.1970. Am 1.2.1971 wurden die ehemaligen Gemeinden dann zu Ortsteilen der neu gebildeten Gemeinde Hohenroda.
Gericht
- 1822: Justizamt Eiterfeld
- 1867: Amtsgericht Eiterfeld
- 1945: Amtsgericht Hünfeld
Herrschaft
- Dorf der von Buchenau im zur Alten Burg Buchenau gehörenden Gericht Buchenau, das von Fulda zu Lehen ging. Die Herrschaft Buchenau erstreckte sich über Branders, Mengers, Buchenau, Eitra, Erdmannrode, Fischbach, Bodes und Körnbach. 1585 wurde das Verhältnis zum Stift Fulda grundlegend geregelt: Fulda erhielt die Zentgerichtsbarkeit, den Herren von Buchenau stand die unumschränkte Vogtei zu. Die Zenthuldigungen an Fulda wurden 1738 und 1763 verweigert, doch bestand Fulda auf seinen Anteil. 1815 starb das alte hessische Adelsgeschlecht in der männlichen Linie aus und der umfangreiche Besitz fiel an Kurhessen, nach dessen Niederlage 1866 an den preußischen Staat.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Ein Dorf der von Buchenau in ihrem Gericht.
- 1655 wollte Fulda es zum Gericht Haselstein ziehen (Fuld. Akten, von Buchenau).
Kirche und Religion
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Soislieden, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3340_soislieden> (aufgerufen am 31.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/3340