Glaam

Die Lage von Glaam im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
18 km südöstlich von Bad Hersfeld
Lage und Verkehrslage
Kleines Dorf mit lockerer Gehöftanordnung unmittelbar an der westlich verlaufenden Landesgrenze zum Freistaat Thüringen. Durch den Ort führt die von der L3173 im Westen nach Osten abzweigende Talstraße (K 6), im Süden fließt der in die Ulster mündende Breizbach.
Ersterwähnung
1592
Historische Namensformen
- Glamen Graben (1564) [Ziegler, Reichsabtei Hersfeld, S. 215, Beil. 21]
- Glaam Höfe (1592) [Mercators Karte HStAM Bestand Karten Nr. R II 28]
- Glamen Felde; Glamern, bey den (1597) [Ziegler, Reichsabtei Hersfeld, S. 224-229, Beil. 26 27]
- Glaem, Die (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 16,1]
Umlegung der Flur
1919-1932
Älteste Gemarkungskarte
1856
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3566366, 5631342
UTM: 32 U 566265 5629529
WGS84: 50.813694° N, 9.940606° O
Statistik
Ortskennziffer
632010020
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 96, davon 65 Acker (= 67.71 %), 14 Wiesen (= 14.58 %), 6 Holzungen (= 6.25 %)
- 1961 (Hektar): 152, davon 4 Wald (= 2.63 %)
Einwohnerstatistik
- 1809: 92 Seelen in 16 Haushaltungen
- 1885: 95, davon 95 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
- 1961: 112, davon 110 evangelisch (= 98.21 %), 2 katholisch (= 1.79 %)
- 1970: 109
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1738: Herrschaftsgebiet Masbach
- 1789: reichsritterschaftliche Herrschaft Mansbach
- 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, reichsritterschaftliches Gericht Mansbach
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Altkreis
Hünfeld
Gemeindeentwicklung
Am 1.9.1968 im Zuge der hessischen Gebietsreform nach Ransbach eingegliedert, dem 1.2.1971 Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Hohenroda.
Gericht
- 1822: Justizamt Eiterfeld
- 1867: Amtsgericht Eiterfeld
- 1945: Amtsgericht Hünfeld
Herrschaft
- Glaam ist Bestandteil der aus Grundbesitz hervorgegangenen kleinen Herrschaft derer von Mansbach, die sie von den Äbten von Fulda als Lehen empfingen.
- 1628 beschweren sich die Einwohner zu Mansbach, Oberbreitzbach, Glaam und zugehörigen Lehensleuten aus Buttlar und Wenigentaft beim Abt von Fulda über die von ihren Junkern verlangten Dienste.
- 1738 und 1809 denen von Geyso gehörig.
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
1872 und 1994 nach Mansbach eingepfarrt
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Wirtschaft
Mühlen
Das Wasser für die bis 1885 betriebene Mahl- und Gipsmühle wurde dem Breitzbach entnommen. Sie wird im Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau (1885) nicht mehr aufgeführt.
Nachweise
Literatur
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Glaam, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3338_glaam> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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