Unterstoppel

Dorf · 360 m über NN  
Gemeinde
Haunetal
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

13,5 km südlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage

Kleine straßendorartie Siedlung auf der Stoppeler Hochfläche südöstlich unterhalb des Stoppelsberges mit der Burgruine Hauneck. Durch den Ort führt als Hauptachse nach Oberstoppel die Stoppelbergstraße (K 47).

Ersterwähnung

1241

Vorbemerkung Historische Namensformen

Die frühen Quellen ohne präzisierenden Bestimmungsteil können sich auch auf Oberstoppel beziehen. Eine schriftliche Differenzierung ist erstmals 1396 belegt.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • Dorf (1409)
  • Dorfschaft; Dorf (1773)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Umlegung der Flur

1934

Älteste Gemarkungskarte

1862

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3550066, 5623606
UTM: 32 U 549972 5621796
WGS84: 50.745794° N, 9.708297° O

Statistik

Ortskennziffer

632008130

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 146, davon 99 Acker (= 67.81 %), 27 Wiesen (= 18.49 %), 0 Holzungen
  • 1961 (Hektar): 269, davon 123 Wald (= 45.72 %)

Einwohnerstatistik

  • 1579: 12 Haushaltungen (mit Ilmesmühle und Fronhofmeierei)
  • 1585: 10 Hausgesessene (Der ökonomische Staat)
  • 1681: 8 Hausgesessene
  • 1747: 15 Feuerstätten (Stadt- und Dorfbuch des Ober- und Niederfürstentums Hessen)
  • 1773: 15 steuerpflichtige Häuser mit 89 Einwohnern; Gewerbetreibende: 1 Maurer, der auch Tagelöhner ist, 1 Müller, 3 Leinweber, die auch Tagelöhnen, 8 Leinweber, die auch Bauern sind und für den eigenen Bedarf Tuch produzieren und 2, die nur Ackerbau betreiben
  • 1835: 134 evangelische Einwohner, 20 Häuser (mit der Ilmesmühle)
  • 1885: 153, davon 152 evangelisch (= 99.35 %), 1 katholisch (= 0.65 %)
  • 1961: 114, davon 95 evangelisch (= 83.33 %), 19 katholisch (= 16.67 %)
  • 1970: 107

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1409: Landgrafschaft Hessen, Burg und Amt Hauneck
  • 1579: Landgrafschaft Hessen, Niederfürstentum, Amt Hauneck
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederfürstentum, Amt Hauneck
  • 1650: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld Amt Hauneck
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1881: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis

Hünfeld

Gemeindeentwicklung

Am 1.8.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Haunetal eingegliedert.

Gericht

  • 1822: Justizamt Hersfeld
  • 1831: Justizamt Niederaula
  • 1867: Amtsgericht Niederaula
  • 1881: Amtsgericht Burghaun
  • 1932: Amtsgericht Eiterfeld
  • 1945: Amtsgericht Hünfeld

Herrschaft

  • 1353 wird bei der Aufteilung von Zinsen und Gütern zwischen denen von Bimbach ein Gut in Stapfel genannt. Haune, AdligeSpäter waren beide Dörfer Besitz der Adligen von Haune.
  • 1409 wird Unterstoppel mit dem Erwerb der Burg Hauneck von denen von Haun durch die Landgrafen ein Dorf des hessischen Amts Hauneck [siehe Hauneck (Burg)]. 1579 und in der Folge ist Unterstoppel vollumfänglich landgräflich.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Der Ort Stupfele wurde 1241 zum ersten Mal erwähnt, als der Abt Konrad III. von Fulda dortige Güter an seinen Konvent übertrug.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • St. Antoniuskirche (1432). Die Kirche wird vermutlich um 1600 im Zuge der Errichtung der Kirche in Oberstoppel aufgegeben.
  • Der Standort der ehemaligen Kirche befand sich am südwestlichen Ortsrand (5224: 3550000 / 5623470). In einer leichten Innenkurve der Straße auf einer Viehweide unter Obstbäumen befindet sich noch ein Schutthügel.

Patrozinien

  • Antonius (1432)

Pfarrzugehörigkeit

Die Antoniuskirche zu Unterstoppel gehörte 1462 und noch 1585 nach Neukirchen und wird noch um 1620 als Filial von Kruspis bezeichnet. In der Folge ist Unterstoppel nach Oberstoppel eingepfarrt, das Filialgemeinde von Kruspis ist. 1976 wird das Kirchspiel Kruspis aufgehoben und in das Kirchspiel Neukirchen als Vikariatsgemeinde eingegliedert, Oberstoppel wird mit dem eingepfarrten Unterstoppel Filialgemeinde von Neukirchen.

Bekenntniswechsel

Einführung der Reformation vermutlich um 1530.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Nachweise

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Unterstoppel, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3335_unterstoppel> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/3335