Ausbach

Dorf · 300 m über NN  
Gemeinde
Hohenroda
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

14,5 km südöstlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung am gleichnamigen Bachzulauf zur Werra. In zentraler Lage Kirche mit erhöht davor liegendem ummauertem Gerichtsplatz und Linde. Durch den Ort führt als Hauptachse in S-N -Richtung die Ransbacher bzw. Friedewalder Straße (K12), von der, in der Mitte abknickend parallel zum Bach, die Ausbacher Str. (K11) zur L 3172 führt.

Ersterwähnung

1330

Weitere Namen

Vor dem Kirchhof liegt der eckige, erhöhte und ummauerte Gerichtsplatz mit einer mächtigen älteren Linde

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • Dorf (1401)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Umlegung der Flur

1906

Älteste Gemarkungskarte

1709

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3564302, 5634717
UTM: 32 U 564202 5632903
WGS84: 50.844261° N, 9.911915° O

Statistik

Ortskennziffer

632010010

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 457, davon 337 Acker (= 73.74 %), 45 Wiesen (= 9.85 %), 11 Holzungen (= 2.41 %)
  • 1961 (Hektar): 461, davon 13 Wald (= 2.82 %)

Einwohnerstatistik

  • 1585: 50 Haushaltungen (Der ökonomische Staat)
  • 1747: 41 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1826: 51 steuerpflichtige Häuser mit 228 Menschen; Gewerbetreibende: 1 Mahlmüller, 1 Wirt, 1 Schneider, 2 Schmiede, 2 Wagner, 1 Zimmermann, 1 Dachdecker, 3 Schuhmacher und Schuhflicker, 2 Drechsler, 1 Küfer, 2 Schäfer und 1 Spinner
  • 1885: 402, davon 402 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 835, davon 750 evangelisch (= 89.82 %), 76 katholisch (= 9.10 %)
  • 1970: 859

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1401: Landgrafschaft Hessen, Gericht Friedewald
  • 1492: Landgrafschaft Hessen, Gericht Ausbach
  • 1553: Landgrafschaft Hessen, Gericht/Amt Friedewald
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederfürstentum, Amt Friedewald, Gerichtsstuhl Friedewald
  • 1736: Landgrafschaft Hessen, Niederfürstentum, Amt Landeck
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Amt Landeck, Kanton Landeck
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Gericht Petersberg (zuletzt Amt Friedewald)
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis

Hersfeld

Gemeindeentwicklung

Am 1.2.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Hohenroda eingegliedert.

Gericht

  • vor 1822: Amt Landeck
  • 1822: Justizamt Friedewald
  • 1832: Justizamt Friedewald
  • 1833: Justizamt Schenklengsfeld
  • 1867: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • 1879: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • vor 1945: Amtsgericht Schenklengsfel
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Herrschaft

  • 1330 verkaufen die Brüder Ludwig und Albrecht von Krayenberg sowie Ludwigs Frau Sophie dem Kloster Kreuzberg u.a. Einkünfte in Ausbach. 1361 verpfändet Berthold von Buttlar Einkommen aus seinem Gut in Ausbach an Klosterfrauen in Kreuzberg. 1401 haben Eberhard von Buchenau und sein Sohn Eberhard von Landgraf Hermann von Hessen das Schloss Friedewald sowie die Dörfer und Wüstungen Ausbach, Herfa, Wundorf, Riffelderode und Weißenborn zu Lehen erhalten.
  • Bereits im 15. Jahrhundert ging der Einfluss der Abtei Hersfeld auf den vom Schloss Friedewald aus verwalteten Amtsbezirk zurück. Um 1414 hat Eberhard von Altenburg als Burglehen ein Burglehen auf dem Schloß Friedewald und als Mannlehen alles, was er um Friedewald herum liegen hat, wie es seine Eltern auf ihn gebracht haben, dazu das halbe Dorf Ausbach mit Zubehör. Im 16. Jahrhundert fiel das Amt ganz an die Landgrafschaft Hessen, 1553 ist Ausbach mit aller Obrigkeit, Gericht, Gebot und Verbot, Dienst und Schaftrifft landgräflich. 1736 wird Ausbach im Tausch gegen Heimboldshausen aus dem Amt Friedewald genommen und dem Amt Landeck zugeschlagen.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1730 Kirche als Saalbau mit Mansarddach an der Stelle eines Vorgängerbaus errichtet, 1826 noch in gutem Zustand, 1910 renoviert

Pfarrzugehörigkeit

1508 Filial von Schenklengsfeld, 1541 neugebildete Pfarrei, zu der Heimelshausen, der alte Hof Neuenrode, Ransbach samt Hillershausen und der Hof Zimmers gehören. Seit 1649 bis 1854 Vikariat von Friedewald, seit 1854 Vikariat davon.1826 ist Neurode hierhin eingepfarrt, 1872 und 1994 ist Ausbach Filialort von Ransbach

Bekenntniswechsel

Erster evangelischer Pfarrer: Johann Koch ca. 1556-1565

Kultur

Schulen

1826 ist ein Schulhaus vorhanden
1910 Volksschule mit zwei Klassen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Wirtschaft

Mühlen

1553 befindet sich eine Mühle oberhalb des Dorfes.
1826 befindet sich die Ausbacher Mühle oben im Dorf (Dorfplatz 7) und wird von einigen unter dem Landecker Berg entspringenden und über dem Dorf zusammenkommenden Brunnenquellen zuweilen und nur bei nasser Witterum betrieben. Der Antrieb der Mahlmühle erfolgt über ein Oberschlächtiges Wasserrad und wird Ende des 19. Jahrhunderts eingestellt.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Ausbach, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3266_ausbach> (aufgerufen am 31.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/3266