Oberhasel

Die Lage von Oberhasel im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
15,2 km nordöstlich von Rotenburg an der Fulda.
Lage und Verkehrslage
Zwischen Nentershausen und Weißenhasel. Während die eigentliche Dorfstelle noch nicht lokalisiert ist, befand sich 0,2 km nordöstlich der Oberhaseler Mühle (heute: Gerlachsmühle) die abgegangene, zugehörige Kirche auf dem Kirchberg, einem hoch aufragenden, schmalen Geländesporn, im Wiesengelände (hier lokalisiert).
Ersterwähnung
1282
Vorbemerkung Historische Namensformen
In den mittelalterlichen Schriftquellen wird erst vergleichsweise spät und nicht konsequent zwischen Niederhasel (= Weißenhasel), Oberhasel und Schwarzenhasel differenziert. 1451 und 1480 werden alle drei in den Zinsregistern der Propstei Germerode genannt (Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 492, 498, Nr. 1266, 1279)
Historische Namensformen
- Haselare (1061) [Hessisches Staatsarchiv Marburg Best. Urk. 75 Nr. 108; Druck: Karl Wenck, Zur Geschichte des Hessengaus, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde 36 (1903), S. 273-276, Anhang II]
- Hasalo, in uilla, que dicitur (um 1120) [Abschrift Hoffmann, Helmarshausen und Corvey, S. 103]
- Hasla (1195) [Abschrift 15. Jahrhundert Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 340-341, Nr. 873]
- Hasela, de (1273) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 354, Nr. 903]
- Hasela (1275) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 354-355, Nr. 905]
- Maiori Hasla, in (1282) [Urkunden und Regesten Kloster Cornberg, S. 12, Nr. 18]
- Obirn Hasela, tzu (1365) [Urkunden und Regesten Kloster Cornberg, S. 74-75, Nr. 109]
- Hasela superior bei Tanberg (1451, 1480) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 492, 498, Nr. 1266, 1279]
- Hassel superior bei Tanbergk (1484) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 502, Nr. 1286]
- Obernhassel (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 13]
Bezeichnung der Siedlung
- Dorf (1365)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3565760, 5655120
UTM: 32 U 565660 5653297
WGS84: 51.027476° N, 9.936291° O
Statistik
Ortskennziffer
63201306001
Verfassung
Altkreis
Rotenburg
Herrschaft
- 1365 belehnt der Abt von Hersfeld die Kinder des Ritters Ludwig von Baumbach mit Holzrechten des Klosters Cornberg in Oberhasel.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1282 verkauft Hermann Trott dem Kloster Bubenbach (Cornberg) zwei Hufen in Oberhasel und in Imshausen.
Nachweise
Literatur
- Fundberichte aus Hessen 1991, S. 495 (Sippel).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Oberhasel, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3199_oberhasel> (aufgerufen am 12.06.2026)
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