Mutslar

Wüstung · 330 m über NN  
Gemarkung
Sand
Gemeinde
Bad Emstal
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

17,5 km südwestlich von Kassel

Lage und Verkehrslage

An der Ems in der Nähe von Sand nördlich des Lauseküppels Bezeichnung Mußlor

Ersterwähnung

1081

Siedlungsentwicklung

Das Dorf Sand entstand vermutlich in der Feldmark von Mutslar.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3518566, 5680280
UTM: 32 U 518485 5678448
WGS84: 51.257086° N, 9.264895° O

Statistik

Ortskennziffer

63300604007

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1403: Landgrafschaft Hessen, Amt Gudensberg (Distrikt des Klosters Merxhausen)

Altkreis

Wolfhagen

Herrschaft

  • 1357, 1385 und 1396 wird Mutslar als landgräfliches Dorf bezeichnet, gehört aber 1403 zum gesonderten Distrikt des Klosters Merxhausen. 1448 verzichten Reinhard von Dalwigk und Friedrich von Hertingshausen nach der erneuten Niederlage gegen den Landgrafen von Hessen und den Erzbischof von Mainz auf die Weidelsburg und den Großteil ihrer Güter, u.a. die Wüstung Mutslar.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1081 bestätigt Erzbischof Siegfried I. von Mainz dem Kloster Hasungen den Besitz von einem Mansus in Mutslar. Besitz dieses Klosters wird auch im 12. Jahrhundert erwähnt bzw. erweitert. 1154/59 erhält Abt Hildebold von Hasungen einen halben Mansus als Seelgerät.
  • 1242 kauft das Kloster Merxhausen Mutslar. Knappe Eckehard von Venne verkauft 1383 die Güter zu Mubelar, die jetzt Henne Heynemans innehat, dem Kloster Merxhausen
  • 1354 stiften der Ritter Hermann von Elben und seine Gemahlin Elisabeth dem Kloster Breitenau ihr Gut zu Mutslar als Seelgerät für sich und ihre Eltern. Zu diesem Gut, der große Hof genannt, gehören sieben Hufen Land, Weide, Wald, Feld, zwei Kottenhöfe und eine Mühle. 1358 erhält das Kloster eine weitere Hufe.
  • Von 1437-1448 war es hess. Lehen im Besitz der von Dalwigk und der von Hertingshausen.

Zehntverhältnisse

1209 und 1310 hat das Petersstift Fritzlar Zehnteinkünfte in Mutslar.

Nachweise

Literatur

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Mutslar, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2900_mutslar> (aufgerufen am 09.05.2026)

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