Lübbecke

Die Lage von Lübbecke im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
6 km östlich von Hofgeismar
Lage und Verkehrslage
Lübbecke liegt nordöstlich von Hombressen, wo heute noch die Flurnamen "Lüdebeckgrund", „Lübecker Breite“ und „Lübecker Teich“ bestehen.
Siedlungsentwicklung
um 1317 wüst
Vorbemerkung Historische Namensformen
Die Wüstung Lübbecke ist in der Literatur häufig mit dem ebenfalls wüsten Ludenbeck im nördlichen Reinhardswald gleichgesetzt worden. Die Quellen machen jedoch deutlich, dass es zwei nicht weit voneinander entfernt liegende Wüstungen ähnlichen Namens gibt.
Historische Namensformen
- Lichbike, de (1263) [Abschrift Urkunden Kloster Hardehausen, S. 200, Nr. 231]
- Ledbike (1266) [Westfälisches Urkundenbuch 4,3, S. 543, Nr. 1086]
- Litbike, de (1266) [Westfälisches Urkundenbuch 4,3, S. 545, Nr. 1092]
- Lidbeke (1267) [Westfälisches Urkundenbuch 4,3, S. 550, Nr. 1112]
- Litbeke, de (1272) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 215, Nr. 257]
- Lebbike (1272/73) [Staatsarchiv Würzburg, Domkapitel Mainz, Mainzer Urkunden 3391 (zu 1273); das Vidimus von 1284 datiert zu 1272 HStAM Bestand Urk. 52 Nr. 8; Druck Gudenus, Codex diplomaticus exhibens anecdota 1, S. 751-752, Nr. 341; Regest (fehlerhaft) Kruppa, Grafen von Dassel, S. 482, Nr. 474]
- Lobike, de (1299) [Urkundenbuch Stift Hilwartshausen, S. 101-102, Nr. 110]
- Lebeke, de, in; Lebike, de, in (13. Jahrhundert) [Abschrift 2. Hälfte 14. Jahrhundert, J. Dolle, Lehnbuch der Edelherren von Schöneberg, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 41 (1991), S. 52-72 [93, 115, 116, 166, 223]]
- Lebbike (1303) [Vogt, RggEbMz Nr. 0767, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe]
- Lebbike, in (1330/31) [
Landgrafen-Regesten online Nr. 7058#7058@lgr
]
- Lebike (1345/46) [Landgrafen-Regesten online Nr. 10771]
- Lebbeke, tho (ca. 1380) [Lippoldsberger Güterregister, in: Desel, Kloster Lippoldsberg und seine auswärtigen Besitzungen, S. 187-189, Beil. IV]
- Litbike (1570-1590) [Übersichtskarte vom Reinhardswald und Kaufungerwald HStAM Bestand Karten Nr. P II 15629]
- Lüdebecke [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1330/31)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3532384, 5708217
UTM: 32 U 532297 5706374
WGS84: 51.507568° N, 9.465373° O
Statistik
Ortskennziffer
63301305008
Verfassung
Altkreis
Hofgeismar
Gericht
- Gericht Grebenstein
Herrschaft
- Im 13. und 14. Jahrhundert sind nach dem ältesten Lehnbuch der Edelherren von Schöneberg zahlreiche Güter in Lübbecke an Bürger zu Lehen ausgetan. Es gehört zu von den von Dassel-Schönberg an Mainz verkauften Grafschaft und lässt sich 1303 unter den zu Hofgeismar gehörenden Orten finden. 1330/31 hat der Erzbischof Pfandeinnahmen in Lübecke. 1345 klagt der Erzbischof Heinrichs von Mainz gegen Landgraf Heinrich II. u.a. wegen zugefügter Schäden in Lübbecke. 1425 ist Lübbecke endgültig landgräflich.
Besitz
Ortsadel
1240-1299, auch 1348
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Lübbecke, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2885_luebbecke> (aufgerufen am 09.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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