Kesehagen
Wüstung
Gemarkung
Eberschütz Gemeinde
Trendelburg Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff. Verortung
Externe Kartenangebote
Die Lage von Kesehagen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
4 km nordwestlich von Hofgeismar
Lage und Verkehrslage
Südwestlich von Ebeerschütz im Bereich des Käsegrabens; Flurbezeichnung "Auf dem Käsehagen"
Ersterwähnung
vor 1220
Letzterwähnung
1254
Siedlungsentwicklung
Der Ort fällt offenbar noch im 13. Jahrhundert wüst. 1429 ist der Platz verwaldet.
Historische Namensformen
- Kesehage (vor 1220) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 52 Nr. 5; Kruppa, Grafen von Dassel, S. 389, Regest Nr. 132, mit Reschhage nach dem Druck bei: C.N.B. Falckenheiner, Berichtigende Zusätze zu Wencks Geschichte der Grafen von Dassel, in: Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens 4 (1831), S. 153, Beilage 3; vgl. Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1, Urkundenbuch, S. 224, Nr. 213 Anm.]
- Kesenhagen (1223/24) [Schreibweise nach Regest Kruppa, Grafen von Dassel, S. 396-397, Regest Nr. 158]
- Kesenhagen, in (1254) [Westfälisches Urkundenbuch 4,3: Urkunden des Bisthums Paderborn, 1251-1300, S. 138, Nr. 578]
- Kesehage, in (1254) [Westfälisches Urkundenbuch 4,3: Urkunden des Bisthums Paderborn, 1251-1300, S. 138, Nr. 579; Kruppa, Grafen von Dassel, S. 451, Regest Nr. 357]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1254)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3524080, 5710352
UTM: 32 U 523997 5708508
WGS84: 51.527171° N, 9.345917° O
Statistik
Ortskennziffer
63302502003
Verfassung
Altkreis
Hofgeismar
Herrschaft
- Vor 1220 statten die Brüder von Dassel ihre Schwester und deren Verlobten, Berthold von Schöneberg, mit einem Teil der Grafschaft aus, u.a. mit Kesehagen. 1223/24 tragen die Nachkommen des Edlen Berthold von Schöneberg dem Erzbistum Magdeburg u.a. Besitz in Kesehagen und erhalten ihn als Lehen zurück. 1254 wird die Übertragung an die Magdeburger Kirche u.a. durch Graf Ludolf VI. von Dassel bestätigt. 1429 erwirbt der Landgraf von Hessen das Gehölz mit der Herrschaft Schöneberg. Das Gebiet wird 1568 von Eberschütz und Lamerden aus bearbeitet.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Kesehage gehörte zu dem Grafschaft von Dassel, den sie kurz vor 1220 ihrem Schwager Berthold von Schönenberg abtraten (Wenck, 2 UB 213 Anm.). 1254 überließ die Witwe Konrads von Schönberg an Magdeburg Güter zu Kasehage, auch Kesenhagen (Westf. UB 4, 579).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kesehagen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2861_kesehagen> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/2861