Herbshausen (Herboldessen)

Die Lage von Herbshausen (Herboldessen) im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
6,5 km südöstlich von Wolfhagen
Lage und Verkehrslage
Die Wüstung Herboldessen wird im Amt Wolfhagen verortet. Gemäß Reimer ist sie wahrscheinlich identisch mit Herbshausen, das in einem Fritzlarer Kellereiregister von 1450 Herboldeshusen genannt wurde. Herbshausen ist ebenfalls wüst im Amt Wolfhagen und liegt in der Gemarkung von Istha 1,9 km südöstlich des Ortes an dem nach Balhorn fließenden Bach in der Flur Im Herbsthausen (1930er) bzw. Herbertshäuser Wiesen (2007) (hier mittig lokalisiert).
Ersterwähnung
1081
Letzterwähnung
1515
Siedlungsentwicklung
1334 als wüstes Dorf bezeichnet
Vorbemerkung Historische Namensformen
Der Beleg von 1081 wird im UB Mainz 1, S. 253-258, Nr. 358, hier S. 256 Anm. 20, auf Herbsen zwischen Bad Arolsen und Volkmarsen bezogen.
Historische Namensformen
- Heribrahteshusun, in; Heribrathteshusun, in (1081) [Fälschungen um 1100 HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 585 und HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 586. Druck UB Mainz 1, S. 253-258, Nr. 358]
- Herbratheshusen, in (1209) [Karl E. Demandt, Besitz des Fritzlarer Petersstiftes in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde , 61 (1936), S. 35-120, hier S. 92]
- Herbrachteshusen (1274) [Fritzlarer Pfarrarchiv]
- Herbracteshusen (1231) [Westfälisches Urkundenbuch 5,1: Papsturkunden Westfalens bis zum Jahre 1304, S. 170-172, Nr. 367]
- Herbrachteshusen, in (1310) [Karl E. Demandt, Besitz des Fritzlarer Petersstiftes in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde , 61 (1936), S. 35-120, hier S. 92]
- Herbrachtishusen (1334) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 180]
- Herbrattyeshusen (1359) [Kopp, Gerichtsverfassung der Geistlichen und Civil-Gerichte in den Fürstlich-Hessen-Casselischen Landen 1: Historischer Teil, S. 147-148, Nr. 79]
- Herbeshusen (1435) [Registra cellerarie Fritzlar.]
- Herboldeshusen (1450) [Registra cellerarie Fritzlar.]
- Herbrachteshusen (1475) [Registra cellerarie Fritzlar.]
- Herbeshusen (1515) [Hasunger Gültregister S 112]
- Herweshusen (1515) [Hasunger Gültregister S 112]
- Herbshausen (1926) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 433]
- Herbsthausen (1930er) [Flurname]
- Herbertshäuser Wiesen (2007) [Flurname auf Liegenschaftskarte]
- Herboldessen (1402)
- Herboldshusen (1461)
- Herweshusen (1510) [Landau, Beschreibung des Hessengaues, S. 207]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1231)
- villa nostra desolata (1334)
- Hof zu (1461)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3516961, 5683889
UTM: 32 U 516880 5682055
WGS84: 51.289575° N, 9.242075° O
Statistik
Ortskennziffer
63302804004
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Amt Wolfhagen
Altkreis
Wolfhagen
Gericht
- Noch 1475 ein ungebotenes Ding zu Herbshausen für die Märker zu Istha.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- (1081) bestätigt Erzbischof Siegfried I. von Mainz dem von ihm 1074 gegründeten Kloster Hasungen den Besitz von Gütern u.a. in Herbshausen.
- 1231 bestätigt Papst Gregor IX. dem Kloster Werbe Besitz im Dorf Herbshausen.
- Landgraf Heinrich II. tauscht 1334 u.a. seine Einkünfte in dem wüsten Dorf Herbshausen gegen Einkünfte aus Waldau mit dem Kloster Hasungen.
Zehntverhältnisse
1209 und 1310 hat das Petersstift Fritzlar Zehnteinkünfte in Herbshausen
Nachweise
Literatur
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 171 (Herboldessen u. Herbshausen)
- Landau, Beschreibung des Hessengaues, S. 207 (Herboldessen)
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 433 (Herboldessen u. Herbshausen)
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Herbshausen (Herboldessen), Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2812_herbshausen-herboldessen> (aufgerufen am 16.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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