Haldmerden

Wüstung  
Gemarkung
Veckerhagen
Gemeinde
Reinhardshagen
Landkreis
Kassel
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

15 km östlich von Hofgeismar

Lage und Verkehrslage

Wüst nördlich Veckerhagen in der Nähe des Forsthauses Ziegelhütte am Haldmerfeld.

Ersterwähnung

1093

Letzterwähnung

1551

Siedlungsentwicklung

1409 ist der Ort noch bewohnt, fällt aber bald darauf wüst und geht in Veckerhagen auf

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1093, 1125, 1203, 1272, 1288)
  • Wüstung 1570

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3541227, 5710245
WGS84: 51.52521592° N, 9.59297955° O

Statistik

Ortskennziffer

63302202010

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1288: Herzogtum Braunschweig, Amt und Gericht Gieselwerder (Pfandverschreibung an den Grafen von Everstein)
  • 1303: Erzstift Mainz, Amt und Gericht Hofgeismar (Pfandverschreibung an den Grafen von Waldeck)
  • 1409: Burg und Gericht Gieselwerder (Mainzer Pfandbesitz der Herren von Hardenberg)

Altkreis

Hofgeismar

Herrschaft

  • 1272 in der Grafschaft, die Graf Ludwig von Dassel an Mainz verkauft. 1288 verpfänden die Herzöge Albert und Wilhelm von Braunschweig dem Grafen Otto von Everstein Schloss und Stadt Gieselwerder mit den zugehörigen Dörfern und Vogteien, wozu auch das Dorf Haltmarden gehört. 1303 verpfändet Mainz die Vogtei, die zum Komplex der Gerichte um Hofgeismar gerechnet wird, dem Grafen von Waldeck.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1093 stattet Erzbischof Ruthard von Mainz das durch den Grafen Heinrich, den Sohn des Herzogs Otto (von Northeim), gegründete Kloster Bursfelde u.a. mit Besitzungen Haltmarden aus.
  • 1125 überträgt der Mainzer Erzbischof dem Kloster Lippoldsberg u.a. Güter in Haltmerden.
  • 1152 bestätigt Papst Eugen III. dem Kloster Bursfelde u.a. Besitz in Haldmerden.
  • 1203 schenkt der erzbischöfliche Ministeriale Hermann dem Kloster Bursfelde sein gesamtes Eigentum, bestehend aus sechs Hofstätten und zwei Hufen.
  • 1266 überträgt Konrad von Schöneberg zwei Hufen in dem Ort Haltmerden an das Kloster Bursfeld.
  • 1770 gehörte es den von Stockhausen

Zehntverhältnisse

Der im Güterverzeichnis von um 1380 genannte Zehnte des Klosters Lippoldsberg geht vermutlich auf die Schenkung von Erzbischof Adalbert von 1125 zurück. 1451 wird er an das Kloster Bursfelde verkauft.

Wirtschaft

Mühlen

1455 ist eine Mühle belegt

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Haldmerden, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2778_haldmerden> (aufgerufen am 29.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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