Tiefenholzhausen

Die Lage von Tiefenholzhausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
5 km östlich von Hofgeismar
Lage und Verkehrslage
Die Wüstung Tiefenholzhausen in der Gegend von Grebenstein wurde in Engelhards Erdbeschreibung (1778-81) erwähnt (S. 359). Im Summarischen Zinsextrakt der Wüstung Diepenhaldessen von 1775 [HStAM Bestand 49 d Nr. Hofgeismar 150] wird die Flur "Beim kleinen Guckguck" erwähnt, wo sie hier auch lokalisiert ist.
Ersterwähnung
1235
Historische Namensformen
- Dypenholzhusen, de (1235) [Urkundenbuch Stift Hilwartshausen, S. 58, Nr. 39]
- Depenholthusen, in (1300) [Urkundenbuch Stift Hilwartshausen, S. 104-105, Nr. 115]
- Dyetpenholthusen, in (1311) [Urkundenbuch Stift Hilwartshausen, S. 119-120, Nr. 140]
- Diffinholtzhusin, tzu (1347) [Urkundenbuch Stift Hilwartshausen, S. 153, Nr. 187]
- Depenholthusen, in (1347) [Urkundenbuch Stift Hilwartshausen, S. 153-154, Nr. 188]
- Dieffenholtzhusen, tzu (1354) [Urkundenbuch Stift Hilwartshausen, S. 163, Nr. 201]
- Depenholthusen (1566) [HStAM Bestand Urk. 49 Nr. 4176]
- Diepenhaldessen (1775) [HStAM Bestand 49 d Nr. Hofgeismar 150]
- Diepenhaldessen (1778/81) [Engelhard, Erdbeschreibung der hessischen Lande casselischen Antheiles 1: Niederfürstentum, S. 359]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1300)
- Dorf (1347)
- Wüstung (1775)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3531117, 5704618
UTM: 32 U 531031 5702776
WGS84: 51.475292° N, 9.446808° O
Statistik
Ortskennziffer
63301002021
Verfassung
Altkreis
Hofgeismar
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1300 verzichten Dietrich und Bodo von Haldessen zugunsten des Stifts Hilwartshausen auf die Vogtei in Tiefenholzhausen. 1311 gibt Bischof Ludwig von Münster und Herr des Hessenlandes dem Kloster Hilwartshausen die Vogtei zu Tiefenholzhausen.
- 1347 bewilligte das Kloster, dass das Dorf durch die bisherigen Lehensträger, die von Twiste, an Landgraf Hermann und den Pfarrer von Immenhausen verkauft werde zur Ausstattung einer Kapelle auf dem Haus Grebenstein. 1354 gibt Ritter Dietrich von Twiste bekannt dass er sein Gut in Tiefenholzhausen, das er vom Stift Hilwartshausen zu Lehen trägt, an Heinrich Slumphart, Pfarrer in Immenhausen, auf Lebzeiten verkauft hat.
- 1566 überläßt das Kloster Hildewardeshusen dem Johann Osterwalt, seiner Frau und drei Söhnen die früher von Johann Franck und Curt Schmides besessenen Güter zu u. a. zu Tiefenholzhausen auf Lebenszeit.
Zehntverhältnisse
1235 tauscht Erzbischof Siegfried von Mainz mit dem Stift Hilwartshausen eine Hufe in Vrien Mense gegen die Zehnten in Gimte und Tiefenholzhausen. 1347 erwirbt Landgraf Heinrich II. den Zehnten in Tiefenholzhausen
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 199 (Haldessen) und 246 (Holzhausen)
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 41
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Tiefenholzhausen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2777_tiefenholzhausen> (aufgerufen am 17.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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