Engelbritzen

Die Lage von Engelbritzen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
3,5 km nordwestlich von Wolfhagen
Lage und Verkehrslage
1 km südlich von Viesebeck in der Flur Engelbrechzerfeld, wo es heute auch eine so benannte Gehöftgruppe gibt.
Ersterwähnung
1267
Letzterwähnung
1537
Vorbemerkung Historische Namensformen
Die Zuordnung einiger Namensbelege zu diesem Ort ist schwierig und in der Literatur umstritten, vgl. daher auch Engelbrachtinghausen (in der Nähe von Sachsenberg vermutet).
Historische Namensformen
- Engelbrachtessen, de (1267) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 8601]
- Engelbrachtingshusen (1331) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 1570]
- Engelbrachtessen (1336) [HStAM Hess. Lehenreverse von Helfenberg 1; vgl. Landau, Hessische Ritterburgen, Band 3 (1836), Helfenberg, S. 9-27, hier S. 21]
- Engilbrechtessen, tzu (1409) [Kopiar HStAM Bestand K Nr. 2, Bl. 8]
- Engelbrachtsen (1458)
- Engelbrechsen (1514)
- Engelberschen (1531) [Waldeck Archiv, Familien und Orte]
- Engelbreitz Bach (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 1]
- Engelbrechtsen (um 1900) [Flurname auf Topographischer Karte]
- Engelbrechzerfeld (1930er) [Flurname]
- Engelbrechzerfeld (2007) [Topographische Karte, Gehöftgruppe]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3509522, 5690473
UTM: 32 U 509444 5688637
WGS84: 51.348927° N, 9.135613° O
Statistik
Ortskennziffer
63302808006
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1537: Grafschaft Waldeck, Amt Landau (HStAM Bestand 127 Nr. 3)
Altkreis
Wolfhagen
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1325 belehnt Konrad von Itter Hildebrand Schilder mit 15 Hufen zu Engelbrachtingshausen und der Hälfte des darauf ruhenden Zehnten und genehmigt, dass dieser sie an Heinrich, Grafen von Waldeck, für 150 Mark Silber verpfändet (HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 6999). 1331 verzichten Johann und Heinrich von dem Bifange zu Gunsten Heinrichs, Grafen von Waldeck, auf den Zehnten und alle Güter in Nieder-Bifangen, mit Ausnahme der Güter in Engelbrachtingshausen.
- Hessische Lehen hatten vor Ort die von Helfenberg 1336 und die Spiegel 1380 (Lehenrev.). 1409 verzichtet Rudolf von Helfenberg, Burgmann zu Wolfhagen, u.a. auf Ländereien in Engelbritzen, die er als hessisches Lehen innehat, zugunsten der Landgrafen.
Zehntverhältnisse
Den Engelbritzer Zehnten zu Viesebeck nennt das Wolfhager Salbuch von 1537.
Ortsadel
1267: Mangold von Engelbrachtessen (Waldeck. Archiv, Kl. Höhnscheid)
Nachweise
Literatur
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Engelbritzen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2706_engelbritzen> (aufgerufen am 29.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/2706