Elveringhausen (Alershausen)

Die Lage von Elveringhausen (Alershausen) im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
21 km nordöstlich von Hofgeismar
Lage und Verkehrslage
G. Landau hielt die Wüstung Elveringhausen für identisch mit wüst Alershausen bei Heisebeck (Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 2). Gemäß H. Reimer stehen dem aber lautliche Bedenken entgegen. Er verortete Elveringhausen zwischen Heisebeck und Arenborn im Tal (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 120). Dort findet man auf beiden Seiten der Gemarkungsgrenze rund 1 km mittig zwischen den Dörfern freilich die Flur (Auf der) Albershäuser Breite, welche durchaus eine Verbindung der zwei Benennungen herstellt (hier lokalisiert). Ob allerdings beide Orte tatsächlich doch identisch waren, ist noch abschließend zu prüfen. Vgl. auch Vorbemerkung Historische Namensformen
Ersterwähnung
1288
Letzterwähnung
1409
Siedlungsentwicklung
1452 sollen die wüsten Dörfer Elveringhausen und Heisebeck vom Kloster Bursfelde aus wieder besiedelt werden, was aber offensichtlich im Fall von Elveringhausen nicht geschieht.
Vorbemerkung Historische Namensformen
Möglicherweise identisch mit der gleichnamigen Wüstung Elveringehusen bei Verliehausen (Stadt Uslar, Landkreis Northeim); vgl. hierzu den entsprechenden Artikel in: Ortsnamen Landkreis Northeim, S. 123
Historische Namensformen
- Elverigeshusen (1288) [Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1, Urkundenbuch, S. 224, Nr. 213; Regest: Kruppa, Grafen von Dassel, S. 497-498, Regest Nr. 534]
- Elveringehusen (1409) [J. Wolf, Geschichte des Geschlechts von Hardenberg 2, Urkundenbuch S. 96-104, Nr. 47, hier S. 99]
- Eylireßhusen (1452) [NLA HA Cal. Or. 100 Bursfelde Nr. 90]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1288)
- wüstes Dorf (1409)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3544594, 5717769
UTM: 32 U 544503 5715921
WGS84: 51.592584° N, 9.642436° O
Statistik
Ortskennziffer
63303005005
Frühere Ortskennziffer
63302105005
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1288: Amt und Gericht Gieselwerder
- 1409: Burg und Gericht Gieselwerder (Mainzer Pfandbesitz der Herren von Hardenberg)
Altkreis
Hofgeismar
Herrschaft
- 1288 verpfänden die Herzöge Albert und Wilhelm von Braunschweig dem Grafen Otto von Everstein Schloss und Stadt Gieselwerder mit den zugehörigen Dörfern und Vogteien, wozu auch das Dorf Elveringhausen gehört.
- Nach dem Hardenberger Teilungsvertrag von 1409 soll das wüste Dorf ungeteilt bleiben.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Die von Hardenberg überlassen 1452 dem Abt Johann und dem Konvent des Klosters Bursfelde die wüst gewordenen Dörfer Elveringhausen und Heisebeck sowie die Hälfte des großen Zehnten von Heisebeck, um die Dörfer wieder zu besiedeln.
Nachweise
Literatur
- Henne, Mittelalterliche Wüstungen im Gericht Gieselwerder und ihre Siedlungsplätze, S. 447
- Jäger, Kulturlandschaft Kreis Hofgeismar, Nachdruck 1988, S. 171-172, Nr. 19
- K. Günther, Territorialgeschichte der Landschaft zwischen Diemel und Oberweser vom 12. bis zum 16. Jahrhundert, S. 221
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 2
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 120
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Elveringhausen (Alershausen), Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2703_elveringhausen-alershausen> (aufgerufen am 01.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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