Todenhausen

Wüstung · 302 m über NN  
Gemarkung
Wolfhagen
Gemeinde
Wolfhagen
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

14,5 km südöstlich von Wolfhagen

Lage und Verkehrslage

An der Gemarkungsgrenze in der gleichnamigen Flur Todenhausen (hier mittig lokalisiert). Ferner Flurbezeichnungen Am Todenhäuser Sande und Todenhäuser Wiesen. Zu beachten ist im Kontext der Dorfkirche auch der nahe westlich gelegene Glockenborn.

Ersterwähnung

1074

Letzterwähnung

1422

Vorbemerkung Historische Namensformen

Zum gleichnamigen Ort bei Kassel vgl. Todenhausen

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1253)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3513576, 5685629
UTM: 32 U 513497 5683795
WGS84: 51.305305° N, 9.193617° O

Statistik

Ortskennziffer

63302810031

Einwohnerstatistik

  • 1422: wüst (UA Hasungen)
  • 1437: wüst (GR Weidelberg)
  • 1448: wüst (GR Balhorn)

Verfassung

Altkreis

Wolfhagen

Herrschaft

  • 1448 verzichten Reinhard von Dalwigk und Friedrich von Hertingshausen nach der erneuten Niederlage gegen den Landgrafen von Hessen und den Erzbischof von Mainz auf die Weidelsburg und den Großteil ihrer Güter, u.a. auf die Wüstung Todtenhausen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Im 10. Jahrhundert hatte das Kloster Corvey Besitz zu Dodenhusen. Es lässt sich aber nicht festzustellen, welches Todenhausen gemeint ist.
  • 1154/59 erwirbt Abt Hildebold von Hasungen von dem Ministerialen Burckhard fünf Hufen in Todenhausen und stiftet sie seinem Kloster als Seelgerät.
  • 1206 bestätigt Papst Innozenz III. dem Kloster Werbe seinen Besitz u.a. in Todenhausen, 1231 bestätigt Papst Gregor IX. dem Kloster Werbe den Besitz von anderthalb Mansen in Todenhausen. Unklar ist, auf welches Todenhausen sich die Quellen beziehen. Die umliegend genannten Orte Bründersen und Immenhausen machen eine Zuweisung auf dieses Todenhausen wahrscheinlich.
  • Das hier behandelte Todenhausen war schon 1437 wüst, als Hessen die von Dalwigk und von Hertingshausen damit belehnten (GR Weidelberg).
  • 1448 traten diese die Wüstung wieder an Hessen ab (GR Balhorn).

Zehntverhältnisse

1209, 1253 und 1310 hat das Petersstift Fritzlar Zehnteinkünfte in Todtenhausen

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1124 erhielt Kloster Hasungen von Mainz die von den Eltern des damaligen Presbyters Albrant gestiftete Kirche (Dobenecker 1, 1189).
  • 1240: plebanus.
  • 1355: Pfarrei (UA Hasungen).
  • 1422 war das Dorf wüst und die Kirchenglocke im Besitz der Stadt Wolfhagen (UA Hasungen).
  • Heute findet man nahe westlich der Wüstung noch den Glockenborn.

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Peter zu Fritzlar, Erzpriestersprengel Schützeberg

Wirtschaft

Mühlen

Doddenheuser Mühle (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 541).

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Todenhausen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2627_todenhausen> (aufgerufen am 13.06.2026)

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