Lutwardessen

Wüstung  
Gemarkung
Zierenberg
Gemeinde
Zierenberg
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

13,5 km nordwestlich von Kassel

Lage und Verkehrslage

An der Einmündung des Lubachs in die Warme, 2 km südöstlich von Zierenberg gelegen; Flurbezeichnung Leutzewarterwiesen

Siedlungsentwicklung

Lutwardessen ging in Zierenberg, kurz nach Gründung dieser Stadt, auf. Aber erst 1839 gibt die Leutzewärder Brüderschaft ihre Sonderrechte auf.

Vorbemerkung Historische Namensformen

Nicht immer eindeutig zu unterscheiden sind die gleichnamige Wüstung "Luthwardessen" nordwestlich von Warburg (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen); vgl. hierzu den entsprechenden Artikel in: Ortsnamen Kreis Höxter, S. 241-242, sowie die Wüstung "Luthardessen" nördlich Peckelsheim (ebenfalls Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen) mit dem entsprechenden Artikel in: Ortsnamen Kreis Höxter, S. 240-241.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1252)
  • 1331 Dorf [HStAM Urk. 27 (Urkundenarchiv Hasungen)]

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3521920, 5690858
UTM: 32 U 521837 5689022
WGS84: 51.352046° N, 9.313588° O

Statistik

Ortskennziffer

63302907016

Verfassung

Altkreis

Wolfhagen

Herrschaft

  • 1308 belehnt Landgraf Otto die Brüder Ludwig und Hermann genannt von Blumenstein auf ihre Bitte mit den durch den Tod des Ritters Heinrich von Blumenstein erledigten Lehngütern zu Lutwardessen, Igelsbett , Blumenstein und Dörnberg nebst dem Patronat über die Pfarrkirche in Lutwardessen, für die sie den Sohn des genannten Ludwig, den Kleriker Hermann, vorschlagen.
  • 1386 läßt Thiele von Blumenstein Landgraf Hermann [II.] seinen Besitz an Zehnten, Häusern, Äckern u.a. zu Lutwardessen, Zierenberg, Kirchditmold, Dörnberg, Blumenstein und Egelsbett auf und erhält ihn als Mannlehen zurück.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Um 1081 besitzt das Kloster Hasungen eine Hufe mit Mühle in Lutwardessen. In der Folge kann das Kloster hier seinen Besitz vermehren. 1151 erhält Heinrich von Uttershausen im Tausch mit Kloster Hasungen 1/2 Hufe in Lobenhausen, 1 Hufe in Hesserode, 1/2 Hufe in Solenhausen sowie 1 Hufe in Melgershausen für seine bzw. der von Uttershausen Güter in Lutwardessen und Dörnberg. 1261 haben die von Gudensberg Besitz in Lutwardessen.

Zehntverhältnisse

Der Zehnte stand zunächst den Schaumburgern zu.
1368 erwirbt Kloster Ahnaberg ein Viertel des Zehnten

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1180 ecclesia
  • 1351 pleban
  • 1436 noch rector parroch. ecclesie nachweisbar aber mit Hermann von Blumenstein, der Pfarrer in Lutwardessen gewesen war, stirbt die Familie von Blumenstein aus

Patronat

1308 hessisches Lehen der von Blumenstein, 1436 Rückfall des Lehens an Hessen

Nachweise

Literatur

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Lutwardessen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2493_lutwardessen> (aufgerufen am 17.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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