Offenhausen

Wüstung · 255 m über NN  
Gemarkung
Sand
Gemeinde
Bad Emstal
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

11 km südöstlich von Wolfhagen

Lage und Verkehrslage

0,5 km südwestlich von Sand in der sogenannten Finkenburg, einem von Westen kommenden Seitental der Ems. Straßenbezeichnung Offenhäuser Weg

Siedlungsentwicklung

Mitte des 15. Jahrhunderts fällt Offenhausen wüst. 1535 wird ein Streit zwischen dem Hospital Merxhausen und der Dorfschaft Sand über Rechte an der Wüstung beilegt. 1742 entsteht ein großes Gutshaus, das bis
1936 der zur Anstalt Merxhausen gehört und dann in Erbhöfe aufgeteilt wird.

Vorbemerkung Historische Namensformen

Der Beleg 1015-36 ist nicht sicher diesem Ort zuzuordnen, in Betracht kommt auch Offensen (Stadt Uslar, Landkreis Nordheim), vgl. hierzu Ortsnamen Landkreis Northeim, S. 288-289.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3517821, 5678295
UTM: 32 U 517740 5676464
WGS84: 51.239267° N, 9.254125° O

Statistik

Ortskennziffer

63300604003

Einwohnerstatistik

  • 1885: 2 Wohnhäuser mit 12 Bewohnern

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Gudensberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Gudensberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Niedenstein
  • 1814-1819: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Gudensberg
  • 1819-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Fritzlar, Amt Naumburg (zu Sand gehörig)

Altkreis

Wolfhagen

Herrschaft

  • 1357 und 1386 wird Offenhausen als landgräflich bezeichnet, gehört aber 1403 zum gesonderten Distrikt des Klosters Merxhausen. 1448 verzichten Reinhard von Dalwigk und Friedrich von Hertingshausen nach der erneuten Niederlage gegen den Landgrafen von Hessen und den Erzbischof von Mainz auf die Weidelsburg und den Großteil ihrer Güter, u.a. auf Offenhausen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1242 schenken Graf Ludwig von Wildungen, die Grafen von Bilstein, Graf Hermann von Schaumburg und die von Schartenberg ihr jeweiliges Viertel Besitzanteil an Offenhausen dem Kloster Merxhausen. 1357 (Fritzl. Kopiar 4,82) und 1386 (GR Balhorn) wird der Hof als landgräflicher Besitz bezeichnet.
  • 1535 einigte sich das Hospital Merxhausen mit dem Dorf Sand über die Wüstung Offenhausen.

Zehntverhältnisse

1209 und 1310 hat das Petersstift Fritzlar Zehnteinkünfte in Offenhausen.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1236: Priester
  • 1242: Pfarrkirche (parrochialis Ecclesie in Offenhusen)

Pfarrzugehörigkeit

1242 inkorporiert der Mainzer Erzbischof Siegfried III. die Pfarrkirche Offenhausen dem Kloster Merxhausen.

Patronat

Das Patronat besitzt seit 1242 das Kloster Merxhausen.

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Mainzer Kirchenprovinz, Archipresbyterat Fritzlar, Kirchspiel des Stifts Merxhausen

Wirtschaft

Mühlen

1557 wird im Salbuch des Hospitals Merxhausen eine Mühle zu Offenhausen erwähnt

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Offenhausen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2415_offenhausen> (aufgerufen am 09.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/2415