Rangen

Wüstung · 230 m über NN  
Gemarkung
Laar
Gemeinde
Zierenberg
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

11 km nordöstlich von Wolfhagen

Lage und Verkehrslage

Ehemalige Dorf- und spätere Hofstelle 2,4 km nordnordwestlich von Zierenberg im Warmetal.

Ersterwähnung

um 1020

Siedlungsentwicklung

Dorfstelle mit Kirche vermutlich bereits 1424 wüst. Im 16. Jahrhundert nur noch Hof. 1596 Neugründung eines Hofes mit gleichem Namen durch die Landgrafen. Dieser seit Ende der 1980er Jahre unbewohnt.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (um 1120)
  • Dorf (1377) [
  • Hof (1585)
  • Domäne (1871)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3520501, 5695148
UTM: 32 U 520419 5693310
WGS84: 51.390658° N, 9.293467° O

Statistik

Ortskennziffer

63302904001

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 117, davon 86 Acker (= 73,5 %), 16 Wiesen (= 13,68 %), 11 Holzungen (= 9,4 %) [Gutsbezirk Rangen]

Einwohnerstatistik

  • 1821: 1 Haus und 23 Seelen
  • 1885: 28, davon 28 evangelisch (= 100 %)

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1585: Landgrafschaft Hessen-Marburg, Niederhessen, Amt Zierenberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Zierenberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Zierenberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Zierenberg
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Zierenberg (zu Zierenberg)
  • 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen (für die Folgezeit s. Gemeindeentwicklung)

Altkreis

Wolfhagen

Gemeindeentwicklung

1928 erfolgt die Zusammenlegung der Gutsbezirke Laar, Rangen und Forst Schartenberg zur Gemeinde Laar.

Gericht

  • bis 1822: Amt Zierenberg
  • 1822: Justizamt Volkmarsen
  • 1833: Justizamt Zierenberg
  • 1867: Amtsgericht Zierenberg
  • 1879: Amtsgericht Zierenberg (zu Laar gehörig)
  • 1932: Amtsgericht Wolfhagen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Um 1081 eine Hufe in Rangen im Besitz des Klosters Hasungen belegt.
  • Im Einkünfteverzeichnis des Klosters Helmarshausen um 1120 wird Besitz in Rangen aufgeführt. Das Kloster erwarb vier Hufen, für die es dem Grafen Volkold von der Malsburg tauschweise Güter in Nidda überließ. Der Edle Alabracht und der Freie Hazo übergaben je eine Hufe, ein Freier überließ eine Hofstätte fur 20 Schilling.
  • 1226 erheben das Kloster Hasungen und die Schartenberger Besitzansprüche in Rangen. 1377 erwerben die von der Malsburg den Besitz der von Uslacht in Dorf und Mark Rangen.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1350-1462: Plebane

Patrozinien

  • Heilig Kreuz (Crux) [1374]

Pfarrzugehörigkeit

1585 und 1871 nach Zierenberg eingeparrt.

Patronat

1374 haben die von Schartenberg die Patronatsrechte inne, in deren die Nachfolge seit 1424 und 1527 die von der Malsburg, 1585 dann die Landgrafen von Hessen

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Mainzer Kirchenprovinz, Archidiakonat St. Marien zu Hofgeismar

Nachweise

Literatur

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Rangen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2397_rangen> (aufgerufen am 16.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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