Ropperode

Wüstung · 362 m über NN  
Gemarkung
Ehlen
Gemeinde
Habichtswald
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

9,5 km südöstlich von Wolfhagen

Lage und Verkehrslage

2 km südwestlich von Ehlen in einer Gemarkungsausbuchtung im Warmetal. 1970 auf der Topographischen Karte noch als bestehender Hof verzeichnet. Knapp südlich der Bundesautobahn 44 (Europastraße 331).

Ersterwähnung

1028

Siedlungsentwicklung

In der Umgebung fand man für die Zeit vom 11. bis zum 14. Jahrhundert Tonscherben in großen Mengen sowie mehrere größere Abwurfhalden in der Nähe der Warme, so dass der Ort in der Fachliteratur als "Töpfereiwüstung" bezeichnet wird.
1928 wird das Gut Ropperode mit der Landgemeinde Ehlen vereinigt und in den 1960er Jahren dann im Zuge der Errichtung der A 44 niedergelegt.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1028)
  • vicus (1081)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3521081, 5685654
UTM: 32 U 520999 5683820
WGS84: 51.305302° N, 9.301238° O

Statistik

Ortskennziffer

63301102006

Einwohnerstatistik

  • 1885: 1 Wohnhaus mit 16 Bewohnern

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Vogtei Hasungen
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Vogtei Hasungen
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Hof
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Wilhelmshöhe, Vogtei Hasungen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen (zu Ehlen gehörig)

Altkreis

Wolfhagen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1028 tritt Hageno, ein Kaplan Kaiser Konrads II., dem Mainzer Erzbischof Aribo u.a. sein Gut in dem Dorf Ropperode ab und erhält dafür jährlich 8 Fuder Wein.
  • 1074 schenkt Adelheid Ropperode dem Kloster Hasungen. 1438 bekundet Reinhard von Dalwig, er wolle Abt und Kloster Hasungen in seinen Gütern in Ropperode nicht bedrängen. Die Wüstung ist in der Regierungszeit Landgraf Ludwigs II. (+ 1471) aber bereits an die von Dalwigk gegeben, welche Ropperode als hessisches Lehen führten (Rev. 1470-1826).

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Ropperode, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2381_ropperode> (aufgerufen am 09.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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