Ropperode

Die Lage von Ropperode im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
9,5 km südöstlich von Wolfhagen
Lage und Verkehrslage
2 km südwestlich von Ehlen in einer Gemarkungsausbuchtung im Warmetal. 1970 auf der Topographischen Karte noch als bestehender Hof verzeichnet. Knapp südlich der Bundesautobahn 44 (Europastraße 331).
Ersterwähnung
1028
Siedlungsentwicklung
In der Umgebung fand man für die Zeit vom 11. bis zum 14. Jahrhundert Tonscherben in großen Mengen sowie mehrere größere Abwurfhalden in der Nähe der Warme, so dass der Ort in der Fachliteratur als "Töpfereiwüstung" bezeichnet wird.
1928 wird das Gut Ropperode mit der Landgemeinde Ehlen vereinigt und in den 1960er Jahren dann im Zuge der Errichtung der A 44 niedergelegt.
Historische Namensformen
- Ruobburgorod, in (1028) [HStAM Bestand Urk. 56 Nr. 2307 Druck UB Mainz 1, S. 171-172, Nr. 274]
- Rǒpurguroth; Rôpurgoroth 1081) [Fälschungen um 1100 HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 585 und HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 586. Druck UB Mainz 1, S. 253-258, Nr. 358]
- Ruperderade (1438) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 438]
- Rupperderaide (1470) (Lehenrev. v. Dalwigk)
- Ropperode (1515) (Hasunger Gültregister)
- Ropperode (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 1]
- Ropperode (1840-1861) [Kurfürstenthum Hessen : Niveau Karte auf 112 Blättern, Kassel 1840-1861, 14. Zierenberg (1 : 25000)]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1028)
- vicus (1081)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3521081, 5685654
UTM: 32 U 520999 5683820
WGS84: 51.305302° N, 9.301238° O
Statistik
Ortskennziffer
63301102006
Einwohnerstatistik
- 1885: 1 Wohnhaus mit 16 Bewohnern
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Vogtei Hasungen
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Vogtei Hasungen
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Hof
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Wilhelmshöhe, Vogtei Hasungen
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen (zu Ehlen gehörig)
Altkreis
Wolfhagen
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1028 tritt Hageno, ein Kaplan Kaiser Konrads II., dem Mainzer Erzbischof Aribo u.a. sein Gut in dem Dorf Ropperode ab und erhält dafür jährlich 8 Fuder Wein.
- 1074 schenkt Adelheid Ropperode dem Kloster Hasungen. 1438 bekundet Reinhard von Dalwig, er wolle Abt und Kloster Hasungen in seinen Gütern in Ropperode nicht bedrängen. Die Wüstung ist in der Regierungszeit Landgraf Ludwigs II. (+ 1471) aber bereits an die von Dalwigk gegeben, welche Ropperode als hessisches Lehen führten (Rev. 1470-1826).
Nachweise
Literatur
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ropperode, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2381_ropperode> (aufgerufen am 09.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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