Breitenbach

Dorf · 360 m über NN  
Gemeinde
Schauenburg
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

13 km südwestlich von Kassel

Lage und Verkehrslage

Geschlossenes Dorf mit regelhaften Grundrissmerkmalen (Haufendorf) an der Korbacher Straße (L 3215). Im Westen verläuft der Oberlauf des in die Eder mündenden Emsbaches. Kirche in zentraler Lage. Moderne Ausdehnung mit lockerer Bebauung nach Norden, Osten und Süden.

Ersterwähnung

1408

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • Dorf (1408)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Umlegung der Flur

1891-1898

Älteste Gemarkungskarte

1707

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3521920, 5682989
UTM: 32 U 521837 5681156
WGS84: 51.281317° N, 9.313106° O

Statistik

Ortskennziffer

633023010

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 663, davon 394 Acker (= 59.43 %), 144 Wiesen (= 21.72 %), 4 Holzungen (= 0.60 %)
  • 1961 (Hektar): 668, davon 6 Wald (= 0.90 %)

Einwohnerstatistik

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • ab 1534: Dalwigsches Gericht Schaumburg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Bauna
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Bauna (seit 1804 Wilhelmshöhe)
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Hof
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Wilhelmshöhe
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Kassel
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Kassel
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Kassel
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Kassel
  • 1971: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel, Gemeinde Hoof (s. Gemeindeentwicklung)

Altkreis

Kassel

Gemeindeentwicklung

Vom 31.12.1971 bis 31.07.1972 war Breitenbach im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Hoof eingegliedert, die am 1.8.1972 in der Gemeinde Schauenburg aufging. Seitdem ist Breitenbach ein Ortsteil der Gemeinde Schauenburg.

Gericht

  • 1534: Dalwigsches Samtgericht unter der Schaumburg
  • 1800: Dalwigsches Samtgericht unter der Schaumburg
  • bis 1822: Amt Ahna
  • 1822: Landgericht Kassel
  • 1850: Justizamt Kassel II
  • 1867: Amtsgericht Kassel II
  • 1879: Amtsgericht Kassel
  • um 1900: Amtsgericht Kassel (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 63)

Herrschaft

  • 1459 erhalten die von Dalwig von den Landgrafen von Hessen u.a. Breitenbach als Lehen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1438 bekundet Hans Ulrich gen. Koch, dem Faupel von Schwartze 20 Gulden schuldig zu sein und setzt ihm seine Rechte an dem Hof zu Breitenbach zum Pfand (HStAM Bestand Urk. 114 Nr. 90).
  • Nach 1770 erwerben die zum Neuadel zu rechnenden Kietzel zu Kemel aus der Niedergrafschaft das zum Ritterstock steuernde Gut Breitenbach.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • Kirche aus dem 16. Jahrhundert mit flach gedeckten Langhaus, an das im Osten ein quadratischer Turm anschließt

Pfarrzugehörigkeit

1585 nach Hoof eingepfarrt, 1747 und 1872 Filial von Hoof. 1952 wird Martinhagen aus dem Kirchenkreis Wolfhagen in den Kirchenkreis Kassel-Land umgegliedert und zum Kirchspiel mit der Filialgemeinde Breitenbach. 1968 wird der Pfarrsitz in das neu errichtete Pfarrhaus in Breitenbach verlegt.

Patronat

Patron war der Senior der Familie von Dalwigk.

Diakonische Einrichtungen

1945 - 1953 Dakoniestation (Landeskirchliches Archiv Kassel, Findbuch G 2.6. Kurhessisches Diakonissenhaus)

Bekenntniswechsel

Da Filial von Hoof, Einführung der Reformation vermutlich bis zur Mitte der 1530er Jahre.

Juden

1823: 10 Familien (34 Seelen); 1861: 54: 1905: 31 Seelen
unter Schutz der Familie v. Dalwigk
An der Korbacher Straße zwischen Hoof und Breitenbach ehemaliger Friedhof der jüdischen Gemeinden beider Orte.

Kultur

Schulen

1910 Volksschule mit drei Klassen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Wirtschaft

Mühlen

Außerhalb der Ortsgemarkung s. Emsmühle In der Langenberger Mühle in Breitenbach wurde mit dem Wasser der Ems über ein oberschlächtiges Wasserrad eine Getreidemühle und ein Sägewerk bis etwa 1940 betrieben.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Breitenbach, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2255_breitenbach> (aufgerufen am 04.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/2255