Wilddiebsgraben (Altmünden)

Forsthaus; Gewerbesiedlung; Wüstung · 142 m über NN  
Gemarkung
Oberförsterei Garenberg
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Forsthaus; Gewerbesiedlung; Wüstung

Lagebezug

19 km südöstlich von Hofgeismar

Lage und Verkehrslage

2 km nordwestlich gegenüber des niedersächsischen Hann. Münden noch diesseits der Landesgrenze an der Weser. Der Wilddiebsgraben mit Glashütte und Forsthaus ist ein Rest der Wüstung Altmünden, deren Altgemarkung sich hauptsächlich auf niedersächsischem Gebiet befindet. Westlich an der Bundesstraße 80.

Ersterwähnung

1272

Weitere Namen

Altmünden

Siedlungsentwicklung

Das Dorf Altmünden lag größtenteils auf hannoverschem Gebiet, so wie auch bereits zur Zeit von H. Reimer um 1900 ein Teil der Stadt Hannoversch Münden Altenmünden hieß (heute Altmünden). Allerdings scheint ein Teil der Gemarkung hessisch gewesen zu sein.
Dort erbaute Landgraf Moritz 1594 eine Glashütte, die 1657 nicht mehr bestand.
1701 entstand eine neue Kristallglashütte, die bis 1808 fortdauerte.
Zur Zeit H. Reimers (um 1900) befand sich dort eine Försterei.
Auf einer Topographischen Karte von 1970 findet man neben der Oberbezeichnung "Wilddiebsgraben" noch die Angaben "Forsthaus" und "Glashütte".

Historische Namensformen

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3544219, 5699577
UTM: 32 U 544128 5697737
WGS84: 51.429112° N, 9.634746° O

Statistik

Ortskennziffer

63320000005

Einwohnerstatistik

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Grebenstein
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Veckerhagen (durch Dekret mit Wilhelmshausen vereinigt)
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Grebenstein
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar (zu Wilhelmshausen gehörig)

Altkreis

Hofgeismar

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Altmünden gehörte zu der Grafschaft , welche 1272 vom Grafen von Dassel an Mainz verkauft wurde. Mainz vereinigte es mit dem Besitz um Hofgeismar (Mainzer Reg. 1303).
  • 1304 war das Dorf eigen des Klosters Hilwartshausen (UA Schöneberg).

Siehe auch

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wilddiebsgraben (Altmünden), Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2245_wilddiebsgraben-altmuenden> (aufgerufen am 30.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/2245