Wilddiebsgraben (Altmünden)

Die Lage von Wilddiebsgraben (Altmünden) im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Forsthaus; Gewerbesiedlung; Wüstung
Lagebezug
19 km südöstlich von Hofgeismar
Lage und Verkehrslage
2 km nordwestlich gegenüber des niedersächsischen Hann. Münden noch diesseits der Landesgrenze an der Weser. Der Wilddiebsgraben mit Glashütte und Forsthaus ist ein Rest der Wüstung Altmünden, deren Altgemarkung sich hauptsächlich auf niedersächsischem Gebiet befindet. Westlich an der Bundesstraße 80.
Ersterwähnung
1272
Weitere Namen
Siedlungsentwicklung
Das Dorf Altmünden lag größtenteils auf hannoverschem Gebiet, so wie auch bereits zur Zeit von H. Reimer um 1900 ein Teil der Stadt Hannoversch Münden Altenmünden hieß (heute Altmünden). Allerdings scheint ein Teil der Gemarkung hessisch gewesen zu sein.
Dort erbaute Landgraf Moritz 1594 eine Glashütte, die 1657 nicht mehr bestand.
1701 entstand eine neue Kristallglashütte, die bis 1808 fortdauerte.
Zur Zeit H. Reimers (um 1900) befand sich dort eine Försterei.
Auf einer Topographischen Karte von 1970 findet man neben der Oberbezeichnung "Wilddiebsgraben" noch die Angaben "Forsthaus" und "Glashütte".
Historische Namensformen
- Altenmunden (1272/73) [Staatsarchiv Würzburg, Domkapitel Mainz, Mainzer Urkunden 3391 (zu 1273); das Vidimus von 1284 datiert zu 1272 HStAM Bestand Urk. 52 Nr. 8; Druck Gudenus, Codex diplomaticus exhibens anecdota 1, S. 751-752, Nr. 341; Regest (fehlerhaft) Kruppa, Grafen von Dassel, S. 482, Nr. 474]
- Oldenmunden (1322) [UA Schöneberg]
- Glashütte (1594 - vor 1657)
- Kristallglashütte (1701-1808)
- Altmünder Glashütte (1803)
- Försterei (um 1900) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 14]
- Wilddiebsgraben (1970) [Topographische Karte]
- Forsthaus (1970) [Topographische Karte]
- Glashütte (1970) [Topographische Karte]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3544219, 5699577
UTM: 32 U 544128 5697737
WGS84: 51.429112° N, 9.634746° O
Statistik
Ortskennziffer
63320000005
Einwohnerstatistik
- In Altmünden sollen gemäß G. Landau 1534 noch 14 ganze, 18 halbe und 2 Viertelhöfe gewesen sein (Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 11), wenngleich eine Grebensteiner Amtsrechnung von 1452 nur 1 Fastnachtshuhn aus dem Ort auffführt.
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Grebenstein
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Veckerhagen (durch Dekret mit Wilhelmshausen vereinigt)
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Grebenstein
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar (zu Wilhelmshausen gehörig)
Altkreis
Hofgeismar
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Altmünden gehörte zu der Grafschaft , welche 1272 vom Grafen von Dassel an Mainz verkauft wurde. Mainz vereinigte es mit dem Besitz um Hofgeismar (Mainzer Reg. 1303).
- 1304 war das Dorf eigen des Klosters Hilwartshausen (UA Schöneberg).
Nachweise
Literatur
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 11 (Altmünden)
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 14 (Altmünden)
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wilddiebsgraben (Altmünden), Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2245_wilddiebsgraben-altmuenden> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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