Watberg

Die Lage von Watberg im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
Die Wüstung liegt 4 km südwestlich von Hofgeismar
Lage und Verkehrslage
Watberg liegt westlich von Hofgeismar am Fuße des Wattberges
Ersterwähnung
1217
Siedlungsentwicklung
Die Existenz einer Siedlung oder eines Siedlungsplatzes in Watberg ist nicht eindeutig erkennbar.
Historische Namensformen
- Watberh, in (1217) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 81-82, Nr. 50; Westfälisches Urkundenbuch 4,1, S. 28, Nr. 38 datiert zu 1210]
- Wartberge, in (1244) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 118-119, Nr. 102]
- Watberg (1272/73) [Staatsarchiv Würzburg, Domkapitel Mainz, Mainzer Urkunden 3391 (zu 1273); das Vidimus von 1284 datiert zu 1272 HStAM Bestand Urk. 52 Nr. 8; Druck Gudenus, Codex diplomaticus exhibens anecdota 1, S. 751-752, Nr. 341; Regest (fehlerhaft) Kruppa, Grafen von Dassel, S. 482, Nr. 474]
- Watberg, in (1336) [Falckenheiner, Geschichte hessischer Städte und Stifter 2: Hofgeismar, S. XX, Nr. XVII]
- Watberge, an dem (1357) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 561-562, Nr. 785
- Watberg (1370-76) [Abschrift Conrad, Kopiar- und Urbarüberlieferung Kloster Hardehausen, S. 103-131, hier S. 112, 126]
Bezeichnung der Siedlung
- indago (1210)
- villa (1272/73)
- silva (1370-76)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3522556, 5705806
UTM: 32 U 522473 5703964
WGS84: 51.486375° N, 9.323667° O
Statistik
Ortskennziffer
63301608001
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1272/73: Grafschaft Dassel, Herrschaft Schöneberg
Altkreis
Hofgeismar
Herrschaft
- 1244 befreit der Mainzer Erzbischof die von der Mainzer Kirche abhängigen Güter u.a. in Watberg von allen Diensten und Abgaben.
- 1272/73 verkauft Graf Ludolf von Dassel die Burg Schöneberg, Grafschaft und Jurisdiktion mit allen Dörfern, darunter auch Watberg, an Erzbischof Werner von Mainz.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Seit 1217 ist das Kloster Hardehausen im Besitz von Wald- und Rodungsgebiet am Watberg. Verwaltet werden die Güter von Hofgeismar aus. 1336 verzichtet der Knappe Adelung von Zwergen auf alle Rechtsansprüche am Watberg und in Weidenhagen zugunsten des Klosters Hardehausen.
Zehntverhältnisse
1583 ist der Wattberger Zehnte Zubehör des ehemaligen Amtes und wird von der Stadt gesammelt.
Nachweise
Literatur
- Kruppa, Grafen von Dassel, S. 242-246
- Thomas-Sergej Huck, Zisterzienserkloster Hardehausen, S. 278-281
- K. Günther, Territorialgeschichte der Landschaft zwischen Diemel und Oberweser vom 12. bis zum 16. Jahrhundert, S. 46-48
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 35
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 496
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Watberg, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2039_watberg> (aufgerufen am 24.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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