Wetter

Wüstung · 190 m über NN  
Gemarkung
Volkmarsen
Gemeinde
Volkmarsen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

6 km nordöstlich von Bad Arolsen

Lage und Verkehrslage

2,6 km südwestlich von Volkmarsen am Watter-Flüßchen im Bereich der Wetterkapelle; Flurnamen Wetterfeld, Wetterholz

Ersterwähnung

1006-1007

Weitere Namen

Wetterkapelle

Siedlungsentwicklung

Ende des 15. Jahrhunderts ist der Ort wüst.

Vorbemerkung Historische Namensformen

Die Zuordnung des Belegs aus den jüngeren Corveyer Traditionen zu Wetter ist umstritten.

Historische Namensformen

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3506647, 5695358
UTM: 32 U 506571 5693520
WGS84: 51.392876° N, 9.094437° O

Statistik

Ortskennziffer

63502006010

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • um 1480: Grafschaft Waldeck, Amt Wetterburg
  • 1554: Gogericht Mederich

Altkreis

Wolfhagen

Herrschaft

  • Im 14. Jahrhundert konkurrieren Ansprüche der Grafen von Waldeck, der Erzbischöfe von Köln und der Äbte von Corvey. Im 15. Jahrhundert gehen die Lehen in Wetter zumeist von den Grafen von Waldeck aus. Ende des 15. Jahrhundert sind die herrschaftlichen Ansprüche an Wetter zwischen den Grafen von Waldeck und dem Kölner Erzbischof strittig.
  • 1554 heißt es in Waldeckischen Artikeln gegen Kurköln, dass die Mark Wetter den Grafen von Waldeck als Grund- und Erbherren zuständig sei.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Um 1006-1007 soll ein gewisser Enna für sich und seinen Bruder Tadi dem Kloster Corvey Güter in Wetter übergeben haben.
  • 1227 verzichten die Brüder von Schwalenberg zugunsten des Bistums Paderborn auf die Wachszinsigen der Heiligen Brigitta bei Wetter.
  • 1278 besitzt der Schultheiß des Klosters Böddeken (Stadt Büren, Kreis Paderborn) eine Hufe vom Kloster zu Lehen, die er 1288 einem Volkmarer Bürger auf Lebzeit überlässt.
  • Im 14. Jahrhundert tragen die von Asseln Lehngüter in Wetter vom Kloster Corvey zu Lehen.

Zehntverhältnisse

1294 belehnt Graf Otto von Waldeck den Ritter Dietrich von Mederich u.a. mit einem Viertel des Zehnten in Wetter.
1326 resigniert der Ritter Heinrich von Rodersen u.a. den halben Zehnten zu Wetter an den Kölner Erzbischof mit der Bitte, hiermit den Grafen von Waldeck zu belehnen, was der Erzbischof im Jahr darauf auch umsetzt.
1444 belehnt der Kölner Erzbischof Dietrich von Moers Heinrich von Gudenberg u.a. mit einem Viertel des Zehnten zu Wetter.

Ortsadel

1265: Ernestus miles de Wetter [Westfälisches Urkundenbuch 4,3, S. 451, Nr. 869]

Kirche und Religion

Ortskirchen

Patrozinien

  • Martinus [1283]

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Mainzer Kirchenprovinz, Archidiakonat St. Marien zu Hofgeismar

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wetter, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1956_wetter> (aufgerufen am 12.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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