Recklinghausen

Die Lage von Recklinghausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
9,5 km nordwestlich von Bad Arolsen
Lage und Verkehrslage
1,5 km westlich von Neudorf, zwischen Harensbicke im Norden und Heekerbicke im Süden Flurname An Rücklinghausen
Ersterwähnung
1295
Siedlungsentwicklung
Der Zeitpunkt der Wüstwerdung ist nicht genau feststellbar.
Historische Namensformen
- Reclenchusin, de (1230 [Urkunden der Propstei Marsberg, S.36-38, Nr. 11]
- Riclinchusen, iuxta (1295) [Urkunden der Propstei Marsberg, S. 59-60, Nr. 49 = Westfälisches Urkundenbuch 4,3, S. 1059-1060, Nr. 2334]
- Rikelinchusen, in (1304) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 4940 = Urkunden zur Geschichte der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont, bearb. von Louis Curtze, o.J., Exemplar in der Dienstbibliothek des Hessischen Staatsarchivs Marburg, S. 12-16, Nr. 15]
- Rikelinchusen, in (1305) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 539 = Urkunden zur Geschichte der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont, bearb. von Louis Curtze, o.J., Exemplar in der Dienstbibliothek des Hessischen Staatsarchivs Marburg, S. 16-17, Nr. 16]
- Ricelenchusen, tho (1339) [Urkundenbuch zur Geschichte der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg, Bd. 1, S. 331-332, Nr. 652]
- Ryckelinchosen, in (1350) [Paul Wigand, Einzelne Beiträge, in: Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens 6 (1834), S. 385-405, IV: Das älteste Corveyer Lehnsregister, hier S. 394, § 54]
- Reckelynchußen; Reckelynghusen (um 1490) [HStAM Bestand 127 Nr. 1]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3494815, 5702095
UTM: 32 U 494743 5700254
WGS84: 51.453444° N, 8.924345° O
Statistik
Ortskennziffer
63500805003
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1339: Grafschaft Waldeck, zu Rhoden gehörig
- Um 1490: Grafschaft Waldeck, Amt Rhoden
Altkreis
Waldeck
Herrschaft
- 1304 belehnt Graf Otto von Waldeck Johann und Hermann von Billinchusen und Albert von Mühlhausen und ihre Söhne und Töchter mit allen Gütern zu Hesperingshausen, Helmshausen, Riklingshausen, Swibrechtshausen und Sike, die ihnen durch die inserierte Urkunde des Abtes Heinrich und des Priors Florentin von Corvey 1298 zugesprochen sind. 1339 verschreibt Graf Heinrich IV. von Waldeck seiner Schwiegertochter Mechthild von Braunschweig zur Leibzucht Burg und Stadt Rhoden mit Renten u.a. aus Recklinghausen.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1295 hat die Propstei Marsberg Rodungsländer in Recklinghausen. Mitte des 14. Jahrhunderts haben die Herren von Brobeck dort corveyische Lehnsgüter. 1298 geben Abt Heinrich und der Konvent des Stifts Corvey ihre Zustimmung zu der Schlichtung des Streites zwischen den Ministerialen des Klosters Albert von Mühlhausen und seinen Schwestersöhnen Hermann von Hesperinghausen und Hugo von Allenhausen um Besitzungen in Hesperinghausen, Helmighausen, Swibrechtshausen, Recklinghausen und auf dem Sike.
- 1537 gehört die Mark zu Neudorf.
Ortsadel
1230
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
Zum Kirchspiel Hesperinghausen gehörig.
Nachweise
Literatur
- Neudorf. Geschichte eines Dorfes im Roten Land, S. 14-16
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 2 (Kreis der Twiste), S. 269
- Bockshammer, Grafschaft Waldeck, S. 52, 187
- Höhle, Ortschaften in Waldeck, S. 99, Nr. 61
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Recklinghausen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1930_recklinghausen> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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