Ostheim

Die Lage von Ostheim im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
7,5 km westlich von Bad Arolsen
Lage und Verkehrslage
Die Wüstung Ostheim nordöstlich von Adorf ist im Grenzgebiet nach Nordrhein-Westfalen zu verorten. In Borntosten (Stadt Marsberg): Straßenname Ostheimer Straße
Ersterwähnung
1120
Siedlungsentwicklung
1491 wird Ostheim als wüst bezeichnet.
Vorbemerkung Historische Namensformen
Zur Lokalisierung im nordrhein-westfälischen Grenzraum vgl. den Artikel Ostheim in: Ortsnamen Hochsauerlandkreis, S. 382-383. Der Beleg von um 1120 bezieht sich hingegen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Ostheim ca. 4 km östlich von Warburg (vgl. den Artikel Ostheim II, in: Ortsnamen Kreis Höxter, S. 284-285)
Historische Namensformen
- Asthem, in (um 1120) [Zuordnung umstritten, Abschrift Hoffmann, Helmarshausen und Corvey, S. 110, Nr. 86 mit Anm. 103]
- Ostheym, in (1194) [Kop. 14. Jahrhundert Urkunden und Regesten des Klosters Flechtdorf, S. 22-24, Nr. 24; Regesten der Erzbischöfe von Köln 2, S. 299, Nr. 1488]
- Oysthem, in (1279) [Urkunden Kloster Bredelar, S. 114, Nr. 145]
- Osthem, in (1314) [Westfälisches Urkundenbuch 9: Urkunden des Bistums Paderborn 1301-1325, S. 573, Nr. 1234]
- Osthem, in (1323) [Westfälisches Urkundenbuch 9: Urkunden des Bistums Paderborn 1301-1325, S. 1139, Nr. 2355]
- Oysthem (1353) [Urkunden Kloster Bredelar, S. 173, Nr. 302]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (um 1120)
- curtis (1279)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3488645, 5694758
UTM: 32 U 488576 5692920
WGS84: 51.387407° N, 8.835818° O
Statistik
Ortskennziffer
63500712005
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1537: Grafschaft Waldeck, Amt Mengeringhausen
Altkreis
Waldeck
Herrschaft
- Die Grafen von Waldeck erlangen die Herrschaft im 15. Jahrhundert. 1444 erwerben die Grafen Heinrich VII. und Wolrad I. alles Recht und Eigentum, das Friedrich Rabe von Kanstein an den Dörfern Ostheim und Dödinghausen hatte.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Um 1120 schenkt der Edle Bernhard dem Kloster Helmarshausen 6 Hufen in Asthem (s. jedoch Namensbelege). Neben nur zu vermutendem Besitz von Kloster Flechtdorf ist hier nachweislich vor allem das Kloster Bredelar begütert. Die Adligen von Escheberg haben hier vier Hufen als waldeckische Lehen. 1414 schenkt Werner von Escheberg einen Hof an Kloster Bredelar.
Zehntverhältnisse
1412 verkauft Rave von Canstein Kloster Bredelar seinen Teil des Zehnten zu Ostheim für 10 Gulden bei jederzeitigem Rückkauf, 1418 verkauft derselbe den Zehnten im und außerhalb des Dorfes Ostheim und in Leitmar. Von 1473 an bis 1791 wird der Zehnte zu weiten Teilen von den Grafen von Waldeck dem Kloster Bredelar überlassen
Nachweise
Literatur
- Müller, Zisterzienserabtei Bredelar, S. 240, 255-256
- Schwersmann, Benediktinerkloster Flechtdorf, S. 313,
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 2 (Kreis der Twiste), S. 268,
- Bockshammer, Grafschaft Waldeck, S. 187-196,
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ostheim, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1925_ostheim> (aufgerufen am 13.06.2026)
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