Wedinghausen

Die Lage von Wedinghausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
11 km südwestlich von Korbach
Lage und Verkehrslage
Südwestlich von Goddelsheim an der Aar, dicht an der heutigen Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.
Ersterwähnung
1301
Siedlungsentwicklung
Seit dem 16. Jahrhundert erscheint Wedinghausen nur noch als Gelände- bzw. Waldbezeichnung (1581: Weidinghäusisches Gehölz)
Historische Namensformen
- Wedenckhusin, zu (1301) [Abschrift 16. Jahrhundert Westfälisches Urkundenbuch 9: Urkunden des Bistums Paderborn 1301-1325, S. 12-13, Nr. 26
- Widinchusen (1313) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 5581 = Urkunden zur Geschichte der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont, bearb. von Louis Curtze, o.J., Exemplar in der Dienstbibliothek des Hessischen Staatsarchivs Marburg, S. 21, Nr. 19]
- Wydenckusz (1332-1344) [Urkunden zur Geschichte der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont, bearb. von Louis Curtze, o.J., Exemplar in der Dienstbibliothek des Hessischen Staatsarchivs Marburg, S. 39-50, Nr. 31]
- Werinchusen, tho (um 1350) [Wigand, Paul: Das älteste Corveysche Lehnsregister, in: Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens 7 (1838), S. 302, § 250]
- Wedinchusen (1397) [Regesten der Erzbischöfe von Köln 10, S. 455-456, Nr. 1201-1202]
- Widinghusen (1574) [Bezeichnung eines Berges Bockshammer, Grafschaft Waldeck, S. 151-152]
Bezeichnung der Siedlung
- curia (1301)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3483573, 5673501
UTM: 32 U 483505 5671672
WGS84: 51.196216° N, 8.763937° O
Statistik
Ortskennziffer
63501603011
Verfassung
Altkreis
Waldeck
Herrschaft
- 1301 belehnt Graf Otto I. von Waldeck den Adolf von Grafschaft mit dem fryen hofe zu Wedinghausen.
- 1313 lässt der Edle Kraft von Grafschaft dem Grafen Heinrich von Waldeck, seinen Hof zu Wedinghausen auf und empfängt ihn von ihm als Lehen zurück. (1332-1344) trägt Johannes von Grafschaft den Hof in Wedinghausen von Waldeck zu Lehen.
- 1397 erlaubt der Kölner Kurfürst Friedrich von Saarwerden seinem Amtmann Dietrich Gaugraf und dessen Brüdern, auf dem Burgberg zu Wedinghausen eine Burg zu errichten, die den Namen Friedrichstein erhalten soll. Zur Umsetzung kommt es jedoch nicht.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1462 verkaufen die Gaugrafen ihren freien Grund zu Wedinghausen.
Zehntverhältnisse
Um 1350 hat Kraft von Grafschaft den Zehnten in Wedinghausen von Kloster Corvey zu Lehen.
Nachweise
Literatur
- Bockshammer, Grafschaft Waldeck, S. 24, 129, 151-152,
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 3 (Kreis des Eisenberges), S. 253
- Höhle, Ortschaften in Waldeck, S. 236-237, Nr. 52
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wedinghausen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1906_wedinghausen> (aufgerufen am 11.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1906