Hilmersen

Die Lage von Hilmersen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
8 km östlich von Bad Arolsen
Lage und Verkehrslage
Westlich von Lütersheim in der Nähe der Vahlhäuser Mühle vermutet; Flurbezeichnungen Auf dem großen Hilmerschen Ufer, Auf dem kleinen Hilmerschen Ufer, Vahlhäuser Kirchenköppel
Ersterwähnung
(um 966/67)
Siedlungsentwicklung
Der Hof existiert Anfang des 16. Jahrhunderts vermutlich nicht mehr, die Bewirtschaftung erfolgt von Lütersheim aus.
Historische Namensformen
- Hiltimareshusen, in loco, qui dicitur (8./9. Jahrhundert) [Kopiar um 1160 Codex Eberhardi 2, S. 194, fol. 106va, Nr. 97 = Dronke, Traditiones, S. 101, Kap. 41, Nr. 97]
- Hildimereshusun, in (um 966/67) [Abschrift 15. Jahrhundert Traditiones Corbeienses Nr. 309, S. 133, vgl. Schütte, Mönchslisten, S. 242]
- Hyldemersen, in (1326) [Regesten der Erzbischöfe von Köln 4, S. 392, Nr. 1617 und S. 395, Nr. 1626 zu 1327]
- Helmerßen (1434)
- Hilmarssen (1481)
- Helmerßen (1537)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3506793, 5693173
UTM: 32 U 506716 5691336
WGS84: 51.373235° N, 9.096493° O
Statistik
Ortskennziffer
63502005002
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1537: Grafschaft Waldeck, Amt Landau
Altkreis
Waldeck
Herrschaft
- 1326 resigniert der Ritter Heinrich von Rodersen u.a. den Zehnten zu Hilmersen an den Kölner Erzbischof mit der Bitte, hiermit den Grafen von Waldeck zu belehnen, was der Erzbischof im Jahr darauf auch umsetzt. 1434 bekennt Herbord von Brobegke, dass ihn Graf Otto von Waldeck mit einem Burglehn in Landau und Gütern in Hilmersen belehnt hat (HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 5077). 1481 verkauft Otto, Graf zu Waldeck, an Tylemann Lotze, Bürger zu Landau, für dessen und seiner Frau Lebzeiten seinen Hof zu Hilmarssen wiederkäuflich für 14 Gulden (HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 2721).
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Im 8./9. Jahrhundert erhält Kloster Fulda eine Schenkung von Brunhard von Sachsen in Hilmersen, deren weitere Entwicklung sich jedoch nicht verfolgen lässt.
- 966/67 überträgt Warin dem Kloster Corvey eine Familie in Hilmersen.
- 1513 verpachten Dietrich Kratzenstein, Vogt zu Landau, und der Kappellan Johann Plenne im Auftrage Philipps des mittleren, Grafen von Waldeck, dessen Hof zu Hilmersen an Johann Bette und Michel Niemeyer zu Luttersen für 14 Mut Korn jährlich.
- vgl. Herrschaft
Nachweise
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hilmersen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1852_hilmersen> (aufgerufen am 19.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1852